Der offene Rudolf-Steiner-Blog
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Friday, August 10. 2007, 01:06 PM
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Herzlich willkommen in der Blogosphäre (und in der Anthrosphäre)!
Mit sphärischen Grüßen,
C.
Auch von mir ein herzliches Willkommen!
Ich finde es spannend zu sehen, dass die Arbeit, der vormals statischen Seite, fortgesetzt wird.
Viel Erfolg.
nerone
Dank den Grüßen! Die Diskussion wurde durch einen Vortrag von Helge Schneider ersetzt.
Gratulationen auch von mir, eine sehr gute Webseite hast Du da!
...ich war erstaunt zu sehen dass die Webseite sich an die Spracheinstellungen des PC anpasst..naja! c'est professionel!
Alles wird kommunikativer
- und ich weiß, wieviel Arbeit dahinter steht, bin ich doch selber gerade dabei, die Webrepräsentanz unserer sibirischen Einrichtungen offener und internationaler zu gestalten ! Respekt und viel Erfolg wünsche ich Dir, lieber Christian !
ich möchte nicht kommentieren, sondern fragen: weiß jemand, in welchem Werk Rudolf Steiners etwas über die ungeschriebene Gesetzmäßigkeit stand, daß bei einem Tod eines der 4 Elternteile eines der Kinder heiratet bzw. ein neuer Mensch geboren wird? würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antworten kann
Ich möchte Euch alle einladen, unter www.weledablog.eu und www.weledaforum.eu einmal ernsthaft über die Finanzierung und die Wirksamkeit der Anthroposophie sich Gedanken zu machen und zu diskuterien.
Liebe Leser,
hier der Beitrag der Märkischen Allgemeinen über unfassbare Misshandlungen in einem heilpädagogisch-anthroposophischen Wohnheim in Rädel. Irgendwie kommen mir diese Übergriffe (besonders die Art der Durchführung) bekannt vor. Ähnliches habe ich selbst erlebt als Schüler an einer Waldorfschule in NDS. Es wundert mich nicht, so etwas zu lesen:
http:// www.maerkischeallgemeine....delt_haben.html
So viel zum Thema "Wahre Menschenliebe"
könntest Du auch angeben, wer Du bist und an welcher Schule Du was genau erlebt hast? Hast Du etwas dagegen unternommen? Hast Du Jugendamt oder Gericht eingeschaltet? Gibt es Berichte darüber? Hat sich an Deiner Schule daraufhin etwas geändert?
Wäre schön, wenn Du darauf antworten könntest, auch wenn der Beitrag hier thematisch nicht wirklich richtig hin passt. Aber ich bin gerne bereit, für konkrete Informationen einen entsprechenden Platz zu schaffen. Denn ich finde es wichtig, dass man solche Vorfälle offenlegt und bearbeitet.
Leider konnte ich gegen die körperlichen Übergriffe nichts unternehmen, da ich erst 6 Jahre alt war als das ganze los ging. Mein Elternhaus stärkte mir gegen meine übergriffige Lehrerin nicht den Rücken. Sie waren der Auffassung, dass ich körperliche Züchtigungen verdient hätte, wenn ich störte. Das ganze ging mit meiner Einschulung (Anfang der 80'er) in der (damals noch einzigen) Waldorfschule in H. los. Ich war ein recht lebhaftes Kind, vielleicht auch etwas schwierig. Als ich wieder einmal ein "Fäkalwort" in den Mund nahm (ich sagte häufig mal "Scheiße", um genau zu sein), griff mir meine Lehrerin mit einem schraubstockartigen Griff in den Nacken, zerrten mich zum Waschbecken und wusch mir mit einem eingeseiften Frotteehandlappen den Mund und Rachen aus. Ich habe damals gedacht, dass ich ersticken müsste. Die ganze Angelegenheit führte dazu, dass ich mich fast erbrechen musste. Darüber hinaus griff die Dame mir gern in die Haare und zog mich vom Stuhl hoch.
Die körperlichen Züchtigungen bezogen sich nicht allein auf meine Klassenlehrerin. Ich weiß von einem Lehrer (2 Jahrgänge über mir) der noch sadistischer zu Werke ging. Auch die Fachlehrer haben häufig grenzen überschritten. So sperrte mich ein Eurythmielehrer für länger als 1. Std. in einen Klassenraum, da ich seinen Unterricht gestört hätte. Ob sich inzwischen an der Schule etwas geändert hat, kann ich nicht sagen. Die körperliche Gewalt war im Grunde genommen nicht das allerschlimmste. Am heftigsten waren die ständigen Verhöre im Lehrerzimmer wegen kleinster Vergehen. Da wurde regelmäßig so viel Druck aufgebaut, dass ich eine permanente Angst vor der Schule bekam (schon am Morgen vor dem Hauptunterricht unterbreitete mir meine Klassenlehrerin, dass ich im Anschluss wieder einmal ein Gespräch mit ihr hätte. Das steigerte meine Konzentration über die 90. min. natürlich ungemein) Ich denke, dass der moralinsaure Ton, der darauf abzielte den einzelnen das Maul zu stopfen und gefügig zu machen, das krasseste war. Es wurde mir immer eingeredet, dass ich durch mein ideologiefernes Verhalten (Wiederworte, kritische Fragen (warum machen wir Eurythmie), Vorliebe für Popmusik, Fussballenthusiasmus, gefärbte Süßigkeiten) die Gemeinschaft schädige, oder vielmehr sie geradezu zu vernichten trachte. Es war eine Form von Verhör, der sich einer Gehirnwäsche, wie man sie von Sekten kennt, bedenklich nähert. Schuld an allem war nur eine Person: Ich selbst und sonst niemand. Von wahrer Menschenliebe oder dem Finden eines verstehenden Zugangs zum Kind konnte nicht die Rede sein. Von einer Erziehung zur Freiheit keine Spur ...
Im Grunde genommen erschüttern mich die Vorfälle in Rädel deshalb, weil ich annahm dass solche Gewaltexzesse mittlerweile ausgestorben seien. Ich merke an mir selbst, wie ich vor dem Hintergrund dieser Vorfälle innerlich hoch koche und nur noch Abscheu und Wut empfinden kann. Warum kontrollieren die staatlichen Schulämter diese Schulen nicht? Wenn sie ihre Schulen schon über staatliche Mittel finanzieren und bauen (das ist leider die Realität), dann sollte der Staat auch stärkere Mitsprache in Bezug auf die pädagogische Arbeit haben?
Ich denke, so lange sich die Waldorfschulen nicht von den rassistisch-menschenverachtenden Ideologie Steiners verabschieden (vgl. Wurzelrassentheorie, welche auch in den Menschenkundeunterricht Einzug hielt) sollte ihnen jeder Cent an staatlichen Zuschüssen aberkannt werden. Dafür sollte man kämpfen. Diese morphologisch-anthropozentrische Lehre ist es meiner Meinung nach, welche ein unbewußtes Klima der Verachtung nonkonformer Kinder schürt.
Darüber hinaus wird von den Lehrern die totale Hingabe an die Institution gefordert. Das damit auch eine Aufgabe ursprünglicher (also Vorwaldorflicher) Persönlichkeitsmerkmale verbunden ist, das die Gesamtpersönlichkeit hinter der anthroposophischen Institution bis zur Unkenntlichkeit verschwindet, ist nichts neues. Ich habe dies regelmäßig beobachten können bei denjenigen, die eine Laufbahn als Waldorfpädagogen einschlugen. Auf einmal sollte alles künstlerisch erfasst, umgestaltet und betrachtet werden. Allerdings kann man das Wort künstlerisch auch mit dem Begriff KÜNSTLICH ersetzten (besonders in Bezug auf den unmöglichen Sprachduktus) Kaum ein Lehrer hat bei diesem Arbeitspensum die Möglichkeit bei Seite zu treten und sein pädagogisches Tun wirklich zu überdenken. Es gibt so gut wie keine Supervision, sondern nur die interne Konferenz, welche mit alttestamentarischer Hellsicht über das Werden und Sein von Schülern und JunglehrerInnen befindet. Es handelt sich somit um ANTIDEMOKRATISCHE Strukturen, welche man besser zurück ins 19. Jahrhundert schicken sollte.
Ohne Deinen Namen und den Namen der Schule sind Deine Vorwürfe leider nichts wert. Ich wäre darüber hinaus mit den Verallgemeinerungen sehr vorsichtig, das wirkt alles sehr pauschal, mediengespeist und wenig Erfahrungsbasiert.
Mein Interesse an allgemeinen und pauschalen Verdammungen ist längst gedeckt. Ich interessiere mich für konkrete Kritik und konkrete Problemfälle, die man ebenso konkret bearbeiten kann. Solange immer nur aus der Anonymität geschossen wird, dient das nur denen, die auch heute noch unter dem Schutz des Tabus Kinder quälen. Was hält Dich davon ab, konkrete Angaben zu machen?
Hier der vollständige Link zur märkischen Allgemeinen:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11248550/60889/Lehrerin_soll_Jugendliche_im_Raedeler_Heim_misshandelt_haben.html
Sehr geehrter Herr Grauer,
wenn Sie der Auffassung sind, dass meine Aussagen wenig Erfahrungsbasiert und mediengespeist sind, so liegen Sie leider falsch. Ich beziehe mich hier auf die Empirie meines Schulalltags als ehem. Waldorfschüler. Dieser Bezug hat Bedeutung. Von Mediengespeistheit kann also überhaupt keine Rede sein. Der Grund für meine Anonymität liegt darin, dass ich meine eigene Re-Traumatisierung vermeiden möchte (Selbstschutz). Mir wurde bereits durch die Auseinandersetzung mit dem Fall Rädel speiübel.
Man kann sich mit anonymisiertem Material beschäftigen, wie es seit Jahrzehnten in den Sozial- und Kulturwissenschaften erfolgreich praktiziertheit wird. Sie können mir also glauben, dass diese Dinge nicht frei erfunden sind (oder es bleiben lassen). Warum sollte ich so etwas in die Welt setzen. Nun einige Gegenfragen: Warum setzen Sie sich nicht mit meinen Schilderungen inhaltlich auseinander? Es handelt sich hier um meine biographische Realität, welche längst nicht alle erfahrenen Grenzüberschreitungen widerspiegelt. Ich glaube, dass Sie mit Ihrem Konkretismus garnichts verändern kann. Er deutet im Grunde nur auf eine Abwehr, auf ein Wegschauen vor den monströsen Auswüchsen des anthroposophischen Menschenbildes hin. Durch den Vorwurf, meine Beiträge seien quasi mediengespeiste Stereotypen ohne Wert, versuchen Sie meinen Erfahrungen jegliche Bedeutung zu entziehen. In allen Blogs, Foren etc. besteht die Möglichkeit sich anonym über Dinge auszutauschen. Warum sollte ich hier also meinen Namen nennen? Für die rechtliche Verfolgung dieser bizarren Typen aus dem Waldorfkosmos fehlen leider folgende Dinge: Tag, Uhrzeit, ärztliche Atteste und Zeugen (ich habe zu niemandem aus der Schulzeit Kontakt). Ohne diese Kriterien kann ich leider nichts machen (Dennoch haben meine Erfahrungen Gewicht).
Ich frage mich nun, warum Sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit meinem Beitrag scheuen? Sie können mir gern eine E-Mail schreiben, wenn Sie die Diskussion hier im Forum unpassend finden.
Ich verstehe Ihren agressiven Ton nicht. Ich habe Ihre Schilderungen nirgends angezweifelt. Mein Einwand bezog sich nur auf Ihre Verallgemeinerungen. Eine eigene Meinung werden Sie mir hoffentlich zugestehen. Warum Sie nun glauben, mir vorzuwerfen zu müssen, ich würde mich nicht mit Ihrem Bericht auseinandersetzen, ich würde wegschauen und abwehren, bleibt Ihr Geheimnis. Diskursförderlich ist es jedenfalls nicht, wenn Sie nun beginnen, mich zu beschimpfen.
Hallo, ich bin erst jetzt hierhergekommen und finde es toll, in einem Forum zu reden
Mein sohn ist in Hannover in den Waldorfkindegarten und in Hildesheim in die 1. Klasse der Waldorfschule gegangen. Dann sind wir nach Gütersloh gezogen und er ging bis zur 9. Klasse hier zur Schule. Ich habe die Waldorfschule sowie Erzieher (innen) und Lehrer(innen) als sehr bemüht zur freiheitlichen Erziehung(skunst) und außergewöhnlich gut empfunden.
Leider ist mein Sohn dann in schlechte Gesellschaft geraten, wurde krank und hat die Schule abgebrochen.
Er wäre viel weiter, wenn er noch mit seinen Kameraden und Kameradinnen Verbindung hätte. Es sind tolle Persönlichkeiten daraus geworden. Ich sehe sie noch ab und zu bei Monatsfeiern, Klassenspielen oder anderen Anlässen. Ich möchte die Erfahrungen, die ich gemacht habe und mein Engagement und das der Lehrer nicht missen und kann nur sagen: Es ist eine tolle Schule und die Kinder werden frei erzogen, wobei das gar nichts zu tun hat mit antiautoritärer Erziehung.
Die jungen Leute ergreifen oft freie Berufe, in denen sie sich verwirklichen können und an denen sie Spaß haben. das ist in der heutigen Zeit etwas ganz Besonderes. Ich habe allen Respekt vor den Worten Waldorf und Anthroposophie.
Auch jetzt noch, nachdem mein Sohn 23 Jahre alt ist, beschäftige ich mich mit der "Freiheit" und es bringt mir sehr viel.
Allen Angriffen und Anfeindungen zum Trotz kann ich nur sagen: Es muss viel mehr an die Öffentlichkeit, was im Waldorfunterricht gelehrt wird und wie die jungen Leute oft "mit Feuer und Flamme" dabei sind. In anderen schulen werden Unterrichtselemente von waldorfschulen schon lange verwendet. So wird - so gehört in Radioberichten - die tatsache der Praktika auch von Lehrern anderer Schulen gutgeheißen und die Kinder dort auch zu Praktikas geschickt und manch ein Lehrer lässt die Kinder in seinem Unterricht mit Händen und Füßen arbeiten, aufstehen, ein Lied singen usw.
Vielleicht habe ich meine Überschrift unbewusst auch daher:
Familienpflegehelferin
mit Herz, Hand und Verstand.
Ich grüße alle, die diese Zeilen lesen und wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit. Ameliecheyenne
Herzlich willkommen in der Blogosphäre (und in der Anthrosphäre)!
Mit sphärischen Grüßen,
C.
Mit sphärischen Grüßen,
C.
Auch von mir ein herzliches Willkommen!
Ich finde es spannend zu sehen, dass die Arbeit, der vormals statischen Seite, fortgesetzt wird.
Viel Erfolg.
nerone
Ich finde es spannend zu sehen, dass die Arbeit, der vormals statischen Seite, fortgesetzt wird.
Viel Erfolg.
nerone
Dank den Grüßen! Die Diskussion wurde durch einen Vortrag von Helge Schneider ersetzt.
Gratulationen auch von mir, eine sehr gute Webseite hast Du da!
...ich war erstaunt zu sehen dass die Webseite sich an die Spracheinstellungen des PC anpasst..naja! c'est professionel!
...ich war erstaunt zu sehen dass die Webseite sich an die Spracheinstellungen des PC anpasst..naja! c'est professionel!
Alles wird kommunikativer
- und ich weiß, wieviel Arbeit dahinter steht, bin ich doch selber gerade dabei, die Webrepräsentanz unserer sibirischen Einrichtungen offener und internationaler zu gestalten ! Respekt und viel Erfolg wünsche ich Dir, lieber Christian !
ich möchte nicht kommentieren, sondern fragen: weiß jemand, in welchem Werk Rudolf Steiners etwas über die ungeschriebene Gesetzmäßigkeit stand, daß bei einem Tod eines der 4 Elternteile eines der Kinder heiratet bzw. ein neuer Mensch geboren wird? würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antworten kann
Ich möchte Euch alle einladen, unter www.weledablog.eu und www.weledaforum.eu einmal ernsthaft über die Finanzierung und die Wirksamkeit der Anthroposophie sich Gedanken zu machen und zu diskuterien.
Liebe Leser,
hier der Beitrag der Märkischen Allgemeinen über unfassbare Misshandlungen in einem heilpädagogisch-anthroposophischen Wohnheim in Rädel. Irgendwie kommen mir diese Übergriffe (besonders die Art der Durchführung) bekannt vor. Ähnliches habe ich selbst erlebt als Schüler an einer Waldorfschule in NDS. Es wundert mich nicht, so etwas zu lesen:
http:// www.maerkischeallgemeine....delt_haben.html
So viel zum Thema "Wahre Menschenliebe"
hier der Beitrag der Märkischen Allgemeinen über unfassbare Misshandlungen in einem heilpädagogisch-anthroposophischen Wohnheim in Rädel. Irgendwie kommen mir diese Übergriffe (besonders die Art der Durchführung) bekannt vor. Ähnliches habe ich selbst erlebt als Schüler an einer Waldorfschule in NDS. Es wundert mich nicht, so etwas zu lesen:
http:// www.maerkischeallgemeine....delt_haben.html
So viel zum Thema "Wahre Menschenliebe"
könntest Du auch angeben, wer Du bist und an welcher Schule Du was genau erlebt hast? Hast Du etwas dagegen unternommen? Hast Du Jugendamt oder Gericht eingeschaltet? Gibt es Berichte darüber? Hat sich an Deiner Schule daraufhin etwas geändert?
Wäre schön, wenn Du darauf antworten könntest, auch wenn der Beitrag hier thematisch nicht wirklich richtig hin passt. Aber ich bin gerne bereit, für konkrete Informationen einen entsprechenden Platz zu schaffen. Denn ich finde es wichtig, dass man solche Vorfälle offenlegt und bearbeitet.
Wäre schön, wenn Du darauf antworten könntest, auch wenn der Beitrag hier thematisch nicht wirklich richtig hin passt. Aber ich bin gerne bereit, für konkrete Informationen einen entsprechenden Platz zu schaffen. Denn ich finde es wichtig, dass man solche Vorfälle offenlegt und bearbeitet.
Leider konnte ich gegen die körperlichen Übergriffe nichts unternehmen, da ich erst 6 Jahre alt war als das ganze los ging. Mein Elternhaus stärkte mir gegen meine übergriffige Lehrerin nicht den Rücken. Sie waren der Auffassung, dass ich körperliche Züchtigungen verdient hätte, wenn ich störte. Das ganze ging mit meiner Einschulung (Anfang der 80'er) in der (damals noch einzigen) Waldorfschule in H. los. Ich war ein recht lebhaftes Kind, vielleicht auch etwas schwierig. Als ich wieder einmal ein "Fäkalwort" in den Mund nahm (ich sagte häufig mal "Scheiße", um genau zu sein), griff mir meine Lehrerin mit einem schraubstockartigen Griff in den Nacken, zerrten mich zum Waschbecken und wusch mir mit einem eingeseiften Frotteehandlappen den Mund und Rachen aus. Ich habe damals gedacht, dass ich ersticken müsste. Die ganze Angelegenheit führte dazu, dass ich mich fast erbrechen musste. Darüber hinaus griff die Dame mir gern in die Haare und zog mich vom Stuhl hoch.
Die körperlichen Züchtigungen bezogen sich nicht allein auf meine Klassenlehrerin. Ich weiß von einem Lehrer (2 Jahrgänge über mir) der noch sadistischer zu Werke ging. Auch die Fachlehrer haben häufig grenzen überschritten. So sperrte mich ein Eurythmielehrer für länger als 1. Std. in einen Klassenraum, da ich seinen Unterricht gestört hätte. Ob sich inzwischen an der Schule etwas geändert hat, kann ich nicht sagen. Die körperliche Gewalt war im Grunde genommen nicht das allerschlimmste. Am heftigsten waren die ständigen Verhöre im Lehrerzimmer wegen kleinster Vergehen. Da wurde regelmäßig so viel Druck aufgebaut, dass ich eine permanente Angst vor der Schule bekam (schon am Morgen vor dem Hauptunterricht unterbreitete mir meine Klassenlehrerin, dass ich im Anschluss wieder einmal ein Gespräch mit ihr hätte. Das steigerte meine Konzentration über die 90. min. natürlich ungemein) Ich denke, dass der moralinsaure Ton, der darauf abzielte den einzelnen das Maul zu stopfen und gefügig zu machen, das krasseste war. Es wurde mir immer eingeredet, dass ich durch mein ideologiefernes Verhalten (Wiederworte, kritische Fragen (warum machen wir Eurythmie), Vorliebe für Popmusik, Fussballenthusiasmus, gefärbte Süßigkeiten) die Gemeinschaft schädige, oder vielmehr sie geradezu zu vernichten trachte. Es war eine Form von Verhör, der sich einer Gehirnwäsche, wie man sie von Sekten kennt, bedenklich nähert. Schuld an allem war nur eine Person: Ich selbst und sonst niemand. Von wahrer Menschenliebe oder dem Finden eines verstehenden Zugangs zum Kind konnte nicht die Rede sein. Von einer Erziehung zur Freiheit keine Spur ...
Im Grunde genommen erschüttern mich die Vorfälle in Rädel deshalb, weil ich annahm dass solche Gewaltexzesse mittlerweile ausgestorben seien. Ich merke an mir selbst, wie ich vor dem Hintergrund dieser Vorfälle innerlich hoch koche und nur noch Abscheu und Wut empfinden kann. Warum kontrollieren die staatlichen Schulämter diese Schulen nicht? Wenn sie ihre Schulen schon über staatliche Mittel finanzieren und bauen (das ist leider die Realität), dann sollte der Staat auch stärkere Mitsprache in Bezug auf die pädagogische Arbeit haben?
Ich denke, so lange sich die Waldorfschulen nicht von den rassistisch-menschenverachtenden Ideologie Steiners verabschieden (vgl. Wurzelrassentheorie, welche auch in den Menschenkundeunterricht Einzug hielt) sollte ihnen jeder Cent an staatlichen Zuschüssen aberkannt werden. Dafür sollte man kämpfen. Diese morphologisch-anthropozentrische Lehre ist es meiner Meinung nach, welche ein unbewußtes Klima der Verachtung nonkonformer Kinder schürt.
Darüber hinaus wird von den Lehrern die totale Hingabe an die Institution gefordert. Das damit auch eine Aufgabe ursprünglicher (also Vorwaldorflicher) Persönlichkeitsmerkmale verbunden ist, das die Gesamtpersönlichkeit hinter der anthroposophischen Institution bis zur Unkenntlichkeit verschwindet, ist nichts neues. Ich habe dies regelmäßig beobachten können bei denjenigen, die eine Laufbahn als Waldorfpädagogen einschlugen. Auf einmal sollte alles künstlerisch erfasst, umgestaltet und betrachtet werden. Allerdings kann man das Wort künstlerisch auch mit dem Begriff KÜNSTLICH ersetzten (besonders in Bezug auf den unmöglichen Sprachduktus) Kaum ein Lehrer hat bei diesem Arbeitspensum die Möglichkeit bei Seite zu treten und sein pädagogisches Tun wirklich zu überdenken. Es gibt so gut wie keine Supervision, sondern nur die interne Konferenz, welche mit alttestamentarischer Hellsicht über das Werden und Sein von Schülern und JunglehrerInnen befindet. Es handelt sich somit um ANTIDEMOKRATISCHE Strukturen, welche man besser zurück ins 19. Jahrhundert schicken sollte.
Die körperlichen Züchtigungen bezogen sich nicht allein auf meine Klassenlehrerin. Ich weiß von einem Lehrer (2 Jahrgänge über mir) der noch sadistischer zu Werke ging. Auch die Fachlehrer haben häufig grenzen überschritten. So sperrte mich ein Eurythmielehrer für länger als 1. Std. in einen Klassenraum, da ich seinen Unterricht gestört hätte. Ob sich inzwischen an der Schule etwas geändert hat, kann ich nicht sagen. Die körperliche Gewalt war im Grunde genommen nicht das allerschlimmste. Am heftigsten waren die ständigen Verhöre im Lehrerzimmer wegen kleinster Vergehen. Da wurde regelmäßig so viel Druck aufgebaut, dass ich eine permanente Angst vor der Schule bekam (schon am Morgen vor dem Hauptunterricht unterbreitete mir meine Klassenlehrerin, dass ich im Anschluss wieder einmal ein Gespräch mit ihr hätte. Das steigerte meine Konzentration über die 90. min. natürlich ungemein) Ich denke, dass der moralinsaure Ton, der darauf abzielte den einzelnen das Maul zu stopfen und gefügig zu machen, das krasseste war. Es wurde mir immer eingeredet, dass ich durch mein ideologiefernes Verhalten (Wiederworte, kritische Fragen (warum machen wir Eurythmie), Vorliebe für Popmusik, Fussballenthusiasmus, gefärbte Süßigkeiten) die Gemeinschaft schädige, oder vielmehr sie geradezu zu vernichten trachte. Es war eine Form von Verhör, der sich einer Gehirnwäsche, wie man sie von Sekten kennt, bedenklich nähert. Schuld an allem war nur eine Person: Ich selbst und sonst niemand. Von wahrer Menschenliebe oder dem Finden eines verstehenden Zugangs zum Kind konnte nicht die Rede sein. Von einer Erziehung zur Freiheit keine Spur ...
Im Grunde genommen erschüttern mich die Vorfälle in Rädel deshalb, weil ich annahm dass solche Gewaltexzesse mittlerweile ausgestorben seien. Ich merke an mir selbst, wie ich vor dem Hintergrund dieser Vorfälle innerlich hoch koche und nur noch Abscheu und Wut empfinden kann. Warum kontrollieren die staatlichen Schulämter diese Schulen nicht? Wenn sie ihre Schulen schon über staatliche Mittel finanzieren und bauen (das ist leider die Realität), dann sollte der Staat auch stärkere Mitsprache in Bezug auf die pädagogische Arbeit haben?
Ich denke, so lange sich die Waldorfschulen nicht von den rassistisch-menschenverachtenden Ideologie Steiners verabschieden (vgl. Wurzelrassentheorie, welche auch in den Menschenkundeunterricht Einzug hielt) sollte ihnen jeder Cent an staatlichen Zuschüssen aberkannt werden. Dafür sollte man kämpfen. Diese morphologisch-anthropozentrische Lehre ist es meiner Meinung nach, welche ein unbewußtes Klima der Verachtung nonkonformer Kinder schürt.
Darüber hinaus wird von den Lehrern die totale Hingabe an die Institution gefordert. Das damit auch eine Aufgabe ursprünglicher (also Vorwaldorflicher) Persönlichkeitsmerkmale verbunden ist, das die Gesamtpersönlichkeit hinter der anthroposophischen Institution bis zur Unkenntlichkeit verschwindet, ist nichts neues. Ich habe dies regelmäßig beobachten können bei denjenigen, die eine Laufbahn als Waldorfpädagogen einschlugen. Auf einmal sollte alles künstlerisch erfasst, umgestaltet und betrachtet werden. Allerdings kann man das Wort künstlerisch auch mit dem Begriff KÜNSTLICH ersetzten (besonders in Bezug auf den unmöglichen Sprachduktus) Kaum ein Lehrer hat bei diesem Arbeitspensum die Möglichkeit bei Seite zu treten und sein pädagogisches Tun wirklich zu überdenken. Es gibt so gut wie keine Supervision, sondern nur die interne Konferenz, welche mit alttestamentarischer Hellsicht über das Werden und Sein von Schülern und JunglehrerInnen befindet. Es handelt sich somit um ANTIDEMOKRATISCHE Strukturen, welche man besser zurück ins 19. Jahrhundert schicken sollte.
Ohne Deinen Namen und den Namen der Schule sind Deine Vorwürfe leider nichts wert. Ich wäre darüber hinaus mit den Verallgemeinerungen sehr vorsichtig, das wirkt alles sehr pauschal, mediengespeist und wenig Erfahrungsbasiert.
Mein Interesse an allgemeinen und pauschalen Verdammungen ist längst gedeckt. Ich interessiere mich für konkrete Kritik und konkrete Problemfälle, die man ebenso konkret bearbeiten kann. Solange immer nur aus der Anonymität geschossen wird, dient das nur denen, die auch heute noch unter dem Schutz des Tabus Kinder quälen. Was hält Dich davon ab, konkrete Angaben zu machen?
Mein Interesse an allgemeinen und pauschalen Verdammungen ist längst gedeckt. Ich interessiere mich für konkrete Kritik und konkrete Problemfälle, die man ebenso konkret bearbeiten kann. Solange immer nur aus der Anonymität geschossen wird, dient das nur denen, die auch heute noch unter dem Schutz des Tabus Kinder quälen. Was hält Dich davon ab, konkrete Angaben zu machen?
Hier der vollständige Link zur märkischen Allgemeinen:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11248550/60889/Lehrerin_soll_Jugendliche_im_Raedeler_Heim_misshandelt_haben.html
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11248550/60889/Lehrerin_soll_Jugendliche_im_Raedeler_Heim_misshandelt_haben.html
Sehr geehrter Herr Grauer,
wenn Sie der Auffassung sind, dass meine Aussagen wenig Erfahrungsbasiert und mediengespeist sind, so liegen Sie leider falsch. Ich beziehe mich hier auf die Empirie meines Schulalltags als ehem. Waldorfschüler. Dieser Bezug hat Bedeutung. Von Mediengespeistheit kann also überhaupt keine Rede sein. Der Grund für meine Anonymität liegt darin, dass ich meine eigene Re-Traumatisierung vermeiden möchte (Selbstschutz). Mir wurde bereits durch die Auseinandersetzung mit dem Fall Rädel speiübel.
Man kann sich mit anonymisiertem Material beschäftigen, wie es seit Jahrzehnten in den Sozial- und Kulturwissenschaften erfolgreich praktiziertheit wird. Sie können mir also glauben, dass diese Dinge nicht frei erfunden sind (oder es bleiben lassen). Warum sollte ich so etwas in die Welt setzen. Nun einige Gegenfragen: Warum setzen Sie sich nicht mit meinen Schilderungen inhaltlich auseinander? Es handelt sich hier um meine biographische Realität, welche längst nicht alle erfahrenen Grenzüberschreitungen widerspiegelt. Ich glaube, dass Sie mit Ihrem Konkretismus garnichts verändern kann. Er deutet im Grunde nur auf eine Abwehr, auf ein Wegschauen vor den monströsen Auswüchsen des anthroposophischen Menschenbildes hin. Durch den Vorwurf, meine Beiträge seien quasi mediengespeiste Stereotypen ohne Wert, versuchen Sie meinen Erfahrungen jegliche Bedeutung zu entziehen. In allen Blogs, Foren etc. besteht die Möglichkeit sich anonym über Dinge auszutauschen. Warum sollte ich hier also meinen Namen nennen? Für die rechtliche Verfolgung dieser bizarren Typen aus dem Waldorfkosmos fehlen leider folgende Dinge: Tag, Uhrzeit, ärztliche Atteste und Zeugen (ich habe zu niemandem aus der Schulzeit Kontakt). Ohne diese Kriterien kann ich leider nichts machen (Dennoch haben meine Erfahrungen Gewicht).
Ich frage mich nun, warum Sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit meinem Beitrag scheuen? Sie können mir gern eine E-Mail schreiben, wenn Sie die Diskussion hier im Forum unpassend finden.
wenn Sie der Auffassung sind, dass meine Aussagen wenig Erfahrungsbasiert und mediengespeist sind, so liegen Sie leider falsch. Ich beziehe mich hier auf die Empirie meines Schulalltags als ehem. Waldorfschüler. Dieser Bezug hat Bedeutung. Von Mediengespeistheit kann also überhaupt keine Rede sein. Der Grund für meine Anonymität liegt darin, dass ich meine eigene Re-Traumatisierung vermeiden möchte (Selbstschutz). Mir wurde bereits durch die Auseinandersetzung mit dem Fall Rädel speiübel.
Man kann sich mit anonymisiertem Material beschäftigen, wie es seit Jahrzehnten in den Sozial- und Kulturwissenschaften erfolgreich praktiziertheit wird. Sie können mir also glauben, dass diese Dinge nicht frei erfunden sind (oder es bleiben lassen). Warum sollte ich so etwas in die Welt setzen. Nun einige Gegenfragen: Warum setzen Sie sich nicht mit meinen Schilderungen inhaltlich auseinander? Es handelt sich hier um meine biographische Realität, welche längst nicht alle erfahrenen Grenzüberschreitungen widerspiegelt. Ich glaube, dass Sie mit Ihrem Konkretismus garnichts verändern kann. Er deutet im Grunde nur auf eine Abwehr, auf ein Wegschauen vor den monströsen Auswüchsen des anthroposophischen Menschenbildes hin. Durch den Vorwurf, meine Beiträge seien quasi mediengespeiste Stereotypen ohne Wert, versuchen Sie meinen Erfahrungen jegliche Bedeutung zu entziehen. In allen Blogs, Foren etc. besteht die Möglichkeit sich anonym über Dinge auszutauschen. Warum sollte ich hier also meinen Namen nennen? Für die rechtliche Verfolgung dieser bizarren Typen aus dem Waldorfkosmos fehlen leider folgende Dinge: Tag, Uhrzeit, ärztliche Atteste und Zeugen (ich habe zu niemandem aus der Schulzeit Kontakt). Ohne diese Kriterien kann ich leider nichts machen (Dennoch haben meine Erfahrungen Gewicht).
Ich frage mich nun, warum Sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit meinem Beitrag scheuen? Sie können mir gern eine E-Mail schreiben, wenn Sie die Diskussion hier im Forum unpassend finden.
Ich verstehe Ihren agressiven Ton nicht. Ich habe Ihre Schilderungen nirgends angezweifelt. Mein Einwand bezog sich nur auf Ihre Verallgemeinerungen. Eine eigene Meinung werden Sie mir hoffentlich zugestehen. Warum Sie nun glauben, mir vorzuwerfen zu müssen, ich würde mich nicht mit Ihrem Bericht auseinandersetzen, ich würde wegschauen und abwehren, bleibt Ihr Geheimnis. Diskursförderlich ist es jedenfalls nicht, wenn Sie nun beginnen, mich zu beschimpfen.
Hallo, ich bin erst jetzt hierhergekommen und finde es toll, in einem Forum zu reden
Mein sohn ist in Hannover in den Waldorfkindegarten und in Hildesheim in die 1. Klasse der Waldorfschule gegangen. Dann sind wir nach Gütersloh gezogen und er ging bis zur 9. Klasse hier zur Schule. Ich habe die Waldorfschule sowie Erzieher (innen) und Lehrer(innen) als sehr bemüht zur freiheitlichen Erziehung(skunst) und außergewöhnlich gut empfunden.
Leider ist mein Sohn dann in schlechte Gesellschaft geraten, wurde krank und hat die Schule abgebrochen.
Er wäre viel weiter, wenn er noch mit seinen Kameraden und Kameradinnen Verbindung hätte. Es sind tolle Persönlichkeiten daraus geworden. Ich sehe sie noch ab und zu bei Monatsfeiern, Klassenspielen oder anderen Anlässen. Ich möchte die Erfahrungen, die ich gemacht habe und mein Engagement und das der Lehrer nicht missen und kann nur sagen: Es ist eine tolle Schule und die Kinder werden frei erzogen, wobei das gar nichts zu tun hat mit antiautoritärer Erziehung.
Die jungen Leute ergreifen oft freie Berufe, in denen sie sich verwirklichen können und an denen sie Spaß haben. das ist in der heutigen Zeit etwas ganz Besonderes. Ich habe allen Respekt vor den Worten Waldorf und Anthroposophie.
Auch jetzt noch, nachdem mein Sohn 23 Jahre alt ist, beschäftige ich mich mit der "Freiheit" und es bringt mir sehr viel.
Allen Angriffen und Anfeindungen zum Trotz kann ich nur sagen: Es muss viel mehr an die Öffentlichkeit, was im Waldorfunterricht gelehrt wird und wie die jungen Leute oft "mit Feuer und Flamme" dabei sind. In anderen schulen werden Unterrichtselemente von waldorfschulen schon lange verwendet. So wird - so gehört in Radioberichten - die tatsache der Praktika auch von Lehrern anderer Schulen gutgeheißen und die Kinder dort auch zu Praktikas geschickt und manch ein Lehrer lässt die Kinder in seinem Unterricht mit Händen und Füßen arbeiten, aufstehen, ein Lied singen usw.
Vielleicht habe ich meine Überschrift unbewusst auch daher:
Familienpflegehelferin
mit Herz, Hand und Verstand.
Ich grüße alle, die diese Zeilen lesen und wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit. Ameliecheyenne
Mein sohn ist in Hannover in den Waldorfkindegarten und in Hildesheim in die 1. Klasse der Waldorfschule gegangen. Dann sind wir nach Gütersloh gezogen und er ging bis zur 9. Klasse hier zur Schule. Ich habe die Waldorfschule sowie Erzieher (innen) und Lehrer(innen) als sehr bemüht zur freiheitlichen Erziehung(skunst) und außergewöhnlich gut empfunden.
Leider ist mein Sohn dann in schlechte Gesellschaft geraten, wurde krank und hat die Schule abgebrochen.
Er wäre viel weiter, wenn er noch mit seinen Kameraden und Kameradinnen Verbindung hätte. Es sind tolle Persönlichkeiten daraus geworden. Ich sehe sie noch ab und zu bei Monatsfeiern, Klassenspielen oder anderen Anlässen. Ich möchte die Erfahrungen, die ich gemacht habe und mein Engagement und das der Lehrer nicht missen und kann nur sagen: Es ist eine tolle Schule und die Kinder werden frei erzogen, wobei das gar nichts zu tun hat mit antiautoritärer Erziehung.
Die jungen Leute ergreifen oft freie Berufe, in denen sie sich verwirklichen können und an denen sie Spaß haben. das ist in der heutigen Zeit etwas ganz Besonderes. Ich habe allen Respekt vor den Worten Waldorf und Anthroposophie.
Auch jetzt noch, nachdem mein Sohn 23 Jahre alt ist, beschäftige ich mich mit der "Freiheit" und es bringt mir sehr viel.
Allen Angriffen und Anfeindungen zum Trotz kann ich nur sagen: Es muss viel mehr an die Öffentlichkeit, was im Waldorfunterricht gelehrt wird und wie die jungen Leute oft "mit Feuer und Flamme" dabei sind. In anderen schulen werden Unterrichtselemente von waldorfschulen schon lange verwendet. So wird - so gehört in Radioberichten - die tatsache der Praktika auch von Lehrern anderer Schulen gutgeheißen und die Kinder dort auch zu Praktikas geschickt und manch ein Lehrer lässt die Kinder in seinem Unterricht mit Händen und Füßen arbeiten, aufstehen, ein Lied singen usw.
Vielleicht habe ich meine Überschrift unbewusst auch daher:
Familienpflegehelferin
mit Herz, Hand und Verstand.
Ich grüße alle, die diese Zeilen lesen und wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit. Ameliecheyenne


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