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Eine anthroposophische Stellungnahme und Erörterung
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
(lesen)
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
(lesen)
Die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung hat gestern (30.10.2007) eine Presserklärung veröffentlicht, in welcher der Vorstand erklärt, dass sie sich von einer Verwendung von Äusserungen Rudolf Steiners, die zum Hass gegen Menschengruppen aufriefe oder sich in feindseliger und diskriminierender Art gegen Menschengruppen aufgrund von Rasse, Volk, Geschlecht, Religion etc. richtete, in aller Deutlichkeit distanzieren.
Desweitern wird darauf hingewiesen, dass sie als Herausgeberin von Steiners Werk "Textstellen in Bänden der Gesamtausgabe, die Äusserungen enthalten, welche möglicherweise aus heutiger Sicht als rassendiskriminierend angesehen werden können, bei Neuauflagen oder Neuerscheinungen mit Sonderhinweisen kommentiert". Diese Praxis wird bereits seit 2005 betrieben und entspricht auch den Auflagen der Bundesprüfstelle für Jugend Gefährdende Schriften (s. Rudolf Steiner nicht auf dem Index).
In der Pressemitteilung bezieht sich die Nachlassverwaltung auf die Analyse der niederländischen Untersuchungskommission "Anthroposophie und die Rassenfrage" aus dem Jahre 1998 bzw. 2000 (s. Ted. A. van Baarda: Anthroposophie und die Frage der Rassen), in der Rudolf Steiners Werk einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse hinsichtlich rassistischer und diskriminierender Inhalte unterzogen wurde.
Im folgenden finden Sie den vollständigen Text der Pressemitteilung.
(lesen)
Desweitern wird darauf hingewiesen, dass sie als Herausgeberin von Steiners Werk "Textstellen in Bänden der Gesamtausgabe, die Äusserungen enthalten, welche möglicherweise aus heutiger Sicht als rassendiskriminierend angesehen werden können, bei Neuauflagen oder Neuerscheinungen mit Sonderhinweisen kommentiert". Diese Praxis wird bereits seit 2005 betrieben und entspricht auch den Auflagen der Bundesprüfstelle für Jugend Gefährdende Schriften (s. Rudolf Steiner nicht auf dem Index).
In der Pressemitteilung bezieht sich die Nachlassverwaltung auf die Analyse der niederländischen Untersuchungskommission "Anthroposophie und die Rassenfrage" aus dem Jahre 1998 bzw. 2000 (s. Ted. A. van Baarda: Anthroposophie und die Frage der Rassen), in der Rudolf Steiners Werk einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse hinsichtlich rassistischer und diskriminierender Inhalte unterzogen wurde.
Im folgenden finden Sie den vollständigen Text der Pressemitteilung.
(lesen)
Samuel Althof, Gründer der "Aktion Kinder des Holocaust" aus Basel, hat den Rudolf Steiner Verlag in Dornach (Schweiz) angezeigt. Er wirft dem Verlag vor, antisemitische Aussagen Rudolf Steiners aus dem Jahre 1888 weiterhin unkommentiert zu veröffentlichen. Vor Kurzem wurde bereits die Indizierung der betreffenden Bücher von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien abgelehnt, jedoch mit der Auflage verbunden, nur noch kommentierte Ausgaben zu drucken, wozu sich der Verlag auch bereit erklärte.
Weitere Informationen: http://www.akdh.ch/stra29072007.htm
(lesen)
Weitere Informationen: http://www.akdh.ch/stra29072007.htm
(lesen)
Der Vorwurf, Rudolf Steiner sei Rassist und Antisemit, ist so alt wie die Anthroposophie, wird aber in regelmäßigen Abständen aufgewärmt und insbesondere im Internet immer wieder leidenschaftlich diskutiert.
Im Kern geht es immer wieder um die selben Zitate, die in einer wissenschaftlichen Stude im Auftrag der Anthroposophischen Gesellschaft der Niederlande bereits erforscht und zusammengestellt wurden (vgl. http://www.antroposofie.nl/avin/antroposofie/themas/ms/thema10/),
Dass die genannten Zitate rassistische Aussagen enthalten, ist mithin weitgehend unumstritten. Fraglich ist allerdings, ob daraus ein genereller Rassismusvorwurf abgeleitet werden kann. Dazu müssen nicht nur einzelne Zitate, sondern die Kernthesen der Steinerschen Weltanschauung beurteilt werden. Nicht zuletzt stehen den betreffeden Zitaten eine weit größere Zahl an Aussagen und Zitaten gegenüber, in denen sich Steiner deutlich antirassistisch, internationalistisch und liberal äußert und sich auch deutlich gegen den Antisemitismus positioniert.
Der vorliegende Text will sich als Diskussionsbeitrag verstehen, der auf solche "Positiv-Zitate" aufmerksam macht. Nicht als "Gegenbeweis", sondern um die Diskussion auf ein höheres Niveau als das gebetsmühlenartige und unreflektierte Kolportieren von Textfetzen zu heben. (lesen)
Im Kern geht es immer wieder um die selben Zitate, die in einer wissenschaftlichen Stude im Auftrag der Anthroposophischen Gesellschaft der Niederlande bereits erforscht und zusammengestellt wurden (vgl. http://www.antroposofie.nl/avin/antroposofie/themas/ms/thema10/),
Dass die genannten Zitate rassistische Aussagen enthalten, ist mithin weitgehend unumstritten. Fraglich ist allerdings, ob daraus ein genereller Rassismusvorwurf abgeleitet werden kann. Dazu müssen nicht nur einzelne Zitate, sondern die Kernthesen der Steinerschen Weltanschauung beurteilt werden. Nicht zuletzt stehen den betreffeden Zitaten eine weit größere Zahl an Aussagen und Zitaten gegenüber, in denen sich Steiner deutlich antirassistisch, internationalistisch und liberal äußert und sich auch deutlich gegen den Antisemitismus positioniert.
Der vorliegende Text will sich als Diskussionsbeitrag verstehen, der auf solche "Positiv-Zitate" aufmerksam macht. Nicht als "Gegenbeweis", sondern um die Diskussion auf ein höheres Niveau als das gebetsmühlenartige und unreflektierte Kolportieren von Textfetzen zu heben. (lesen)
Rassismus in Steiners Werk
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Monday, July 7. 2008, 12:01 PM
Eine anthroposophische Stellungnahme und Erörterung
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
Nachlassverwaltung nimmt Stellung
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Wednesday, October 31. 2007, 10:59 AM
Die Rudolf Steiner Nachlassverwaltung hat gestern (30.10.2007) eine Presserklärung veröffentlicht, in welcher der Vorstand erklärt, dass sie sich von einer Verwendung von Äusserungen Rudolf Steiners, die zum Hass gegen Menschengruppen aufriefe oder sich in feindseliger und diskriminierender Art gegen Menschengruppen aufgrund von Rasse, Volk, Geschlecht, Religion etc. richtete, in aller Deutlichkeit distanzieren.
Desweitern wird darauf hingewiesen, dass sie als Herausgeberin von Steiners Werk "Textstellen in Bänden der Gesamtausgabe, die Äusserungen enthalten, welche möglicherweise aus heutiger Sicht als rassendiskriminierend angesehen werden können, bei Neuauflagen oder Neuerscheinungen mit Sonderhinweisen kommentiert". Diese Praxis wird bereits seit 2005 betrieben und entspricht auch den Auflagen der Bundesprüfstelle für Jugend Gefährdende Schriften (s. Rudolf Steiner nicht auf dem Index).
In der Pressemitteilung bezieht sich die Nachlassverwaltung auf die Analyse der niederländischen Untersuchungskommission "Anthroposophie und die Rassenfrage" aus dem Jahre 1998 bzw. 2000 (s. Ted. A. van Baarda: Anthroposophie und die Frage der Rassen), in der Rudolf Steiners Werk einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse hinsichtlich rassistischer und diskriminierender Inhalte unterzogen wurde.
Im folgenden finden Sie den vollständigen Text der Pressemitteilung.
Desweitern wird darauf hingewiesen, dass sie als Herausgeberin von Steiners Werk "Textstellen in Bänden der Gesamtausgabe, die Äusserungen enthalten, welche möglicherweise aus heutiger Sicht als rassendiskriminierend angesehen werden können, bei Neuauflagen oder Neuerscheinungen mit Sonderhinweisen kommentiert". Diese Praxis wird bereits seit 2005 betrieben und entspricht auch den Auflagen der Bundesprüfstelle für Jugend Gefährdende Schriften (s. Rudolf Steiner nicht auf dem Index).
In der Pressemitteilung bezieht sich die Nachlassverwaltung auf die Analyse der niederländischen Untersuchungskommission "Anthroposophie und die Rassenfrage" aus dem Jahre 1998 bzw. 2000 (s. Ted. A. van Baarda: Anthroposophie und die Frage der Rassen), in der Rudolf Steiners Werk einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse hinsichtlich rassistischer und diskriminierender Inhalte unterzogen wurde.
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Anzeige gegen Rudolf Steiner Verlag
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Monday, October 15. 2007, 11:14 AM
Samuel Althof, Gründer der "Aktion Kinder des Holocaust" aus Basel, hat den Rudolf Steiner Verlag in Dornach (Schweiz) angezeigt. Er wirft dem Verlag vor, antisemitische Aussagen Rudolf Steiners aus dem Jahre 1888 weiterhin unkommentiert zu veröffentlichen. Vor Kurzem wurde bereits die Indizierung der betreffenden Bücher von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien abgelehnt, jedoch mit der Auflage verbunden, nur noch kommentierte Ausgaben zu drucken, wozu sich der Verlag auch bereit erklärte.
Weitere Informationen: http://www.akdh.ch/stra29072007.htm
Weitere Informationen: http://www.akdh.ch/stra29072007.htm
Rudolf Steiner und Rassismus
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Friday, August 17. 2007, 12:34 PM
Der Vorwurf, Rudolf Steiner sei Rassist und Antisemit, ist so alt wie die Anthroposophie, wird aber in regelmäßigen Abständen aufgewärmt und insbesondere im Internet immer wieder leidenschaftlich diskutiert.
Im Kern geht es immer wieder um die selben Zitate, die in einer wissenschaftlichen Stude im Auftrag der Anthroposophischen Gesellschaft der Niederlande bereits erforscht und zusammengestellt wurden (vgl. http://www.antroposofie.nl/avin/antroposofie/themas/ms/thema10/),
Dass die genannten Zitate rassistische Aussagen enthalten, ist mithin weitgehend unumstritten. Fraglich ist allerdings, ob daraus ein genereller Rassismusvorwurf abgeleitet werden kann. Dazu müssen nicht nur einzelne Zitate, sondern die Kernthesen der Steinerschen Weltanschauung beurteilt werden. Nicht zuletzt stehen den betreffeden Zitaten eine weit größere Zahl an Aussagen und Zitaten gegenüber, in denen sich Steiner deutlich antirassistisch, internationalistisch und liberal äußert und sich auch deutlich gegen den Antisemitismus positioniert.
Der vorliegende Text will sich als Diskussionsbeitrag verstehen, der auf solche "Positiv-Zitate" aufmerksam macht. Nicht als "Gegenbeweis", sondern um die Diskussion auf ein höheres Niveau als das gebetsmühlenartige und unreflektierte Kolportieren von Textfetzen zu heben.
Im Kern geht es immer wieder um die selben Zitate, die in einer wissenschaftlichen Stude im Auftrag der Anthroposophischen Gesellschaft der Niederlande bereits erforscht und zusammengestellt wurden (vgl. http://www.antroposofie.nl/avin/antroposofie/themas/ms/thema10/),
Dass die genannten Zitate rassistische Aussagen enthalten, ist mithin weitgehend unumstritten. Fraglich ist allerdings, ob daraus ein genereller Rassismusvorwurf abgeleitet werden kann. Dazu müssen nicht nur einzelne Zitate, sondern die Kernthesen der Steinerschen Weltanschauung beurteilt werden. Nicht zuletzt stehen den betreffeden Zitaten eine weit größere Zahl an Aussagen und Zitaten gegenüber, in denen sich Steiner deutlich antirassistisch, internationalistisch und liberal äußert und sich auch deutlich gegen den Antisemitismus positioniert.
Der vorliegende Text will sich als Diskussionsbeitrag verstehen, der auf solche "Positiv-Zitate" aufmerksam macht. Nicht als "Gegenbeweis", sondern um die Diskussion auf ein höheres Niveau als das gebetsmühlenartige und unreflektierte Kolportieren von Textfetzen zu heben.
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Steiner hat gesagt...
Impfung wird keinem Menschen schaden, welcher nach der Impfung im späteren Leben eine spirituelle Erziehung erhält.
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By the way...
Eine persönliche Empfehlung für die weitere Reise im Internet:
» Umgang mit Antisemitismus-Vorwürfen
Phänomene einer Verteidigung, von Dierk Lorenz
» Umgang mit Antisemitismus-Vorwürfen
Phänomene einer Verteidigung, von Dierk Lorenz

