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Die Medienstelle Anthroposophie präsentiert sich mit einer neuen Website:
www.medienstelle-anthroposophie.de
Die Medienstelle Anthroposophie ist ein unabhängiges Portal zu den auf Rudolf Steiner zurückgehenden kulturellen und sozialen Impulsen. Sie informiert über relevante Vorgänge der anthroposophischen Bewegung und bezieht Stellung, wenn Anthroposophie im gesellschaftlichen Kontext gefragt ist oder auch selbst in der Kritik steht.
Journalisten erhalten über einen kostenlosen Mail-Verteiler aktuelle Nachrichten und Pressemeldungen. Exklusiv für Mitarbeiter und Mitglieder der anthroposophischen Einrichtungen ist ein interner Mediendienst eingerichtet, der abonniert werden kann.
Die Medienstelle ist ein wichtiges Instrument für die sachliche Darstellung des Werkes Rudolf Steiners in der Öffentlichkeit. Die Ansiedelung beim info3-Verlag wird dafür sorgen, dass auch kontroverse Themen bearbeitet werden und konstruktiv mit Kritik umgegangen wird. Mit der Medienstelle findet zum ersten Mal eine organisierte PR für die gesamte anthroposophische Bewegung statt. Es ist zu hoffen, dass sie unabhängig genug ist und bleibt, um nicht zur anthroposophischen Selbstbeweihräucherung zu verkommen. Und dass sie professionell genug ist, damit sie von den großen Medien ernstgenommen und wahrgenommen wird.
Link: Medienstelle Anthroposophie (lesen)
www.medienstelle-anthroposophie.de
Die Medienstelle Anthroposophie ist ein unabhängiges Portal zu den auf Rudolf Steiner zurückgehenden kulturellen und sozialen Impulsen. Sie informiert über relevante Vorgänge der anthroposophischen Bewegung und bezieht Stellung, wenn Anthroposophie im gesellschaftlichen Kontext gefragt ist oder auch selbst in der Kritik steht.
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Die Medienstelle ist ein wichtiges Instrument für die sachliche Darstellung des Werkes Rudolf Steiners in der Öffentlichkeit. Die Ansiedelung beim info3-Verlag wird dafür sorgen, dass auch kontroverse Themen bearbeitet werden und konstruktiv mit Kritik umgegangen wird. Mit der Medienstelle findet zum ersten Mal eine organisierte PR für die gesamte anthroposophische Bewegung statt. Es ist zu hoffen, dass sie unabhängig genug ist und bleibt, um nicht zur anthroposophischen Selbstbeweihräucherung zu verkommen. Und dass sie professionell genug ist, damit sie von den großen Medien ernstgenommen und wahrgenommen wird.
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Unter dem Titel "Die Rudolf Steiner Story" ist im Verlag info3 ist die deutsche Übersetzung der neuen Biographie von Rudolf Steiner erschienen, die der amerikanische Autor Gary Lachman 2007 veröffentlicht hat. Gary Lachman liefert als Nicht-Anthroposoph eine erfrischend unprätentiöse Darstellung und Auseinandersetzung mit der Person und dem Werk Rudolf Steiners, die sich an seinen originellen und originären Ideen orientiert. "Sie arbeitet Steiners Werdegang und dessen Auseinandersetzung mit den großen Motiven der Geistesgeschichte heraus, interessiert sich aber auch für seine menschliche Seite. Lachmans Einführung bildet so genau jene Brücke, auf die ein spirituell offenes Publikum der Gegenwart gewartet hat, um einen der großen geistigen Pioniere unserer Zeit neu zu entdecken." (Verlagstext).
Gary Lachmann, Die Rudolf Steiner Story
Ein neuer Blick auf Leben und Werk eines spirituellen Pioniers
Aus dem Amerikanischen von Richard Everett
Verlag: info3, 1. Auflage 2008, 260, ISBN10: 3-924-39140-9 / ISBN13: 978-3-924391-40-9
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(lesen)
Gary Lachmann, Die Rudolf Steiner Story
Ein neuer Blick auf Leben und Werk eines spirituellen Pioniers
Aus dem Amerikanischen von Richard Everett
Verlag: info3, 1. Auflage 2008, 260, ISBN10: 3-924-39140-9 / ISBN13: 978-3-924391-40-9
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Unter dem Titel "Die Rudolf Steiner Story" ist im Verlag info3 die deutsche Übersetzung der neuen Biographie von Rudolf Steiner erschienen, die der amerikanische Autor Gary Lachman 2007 veröffentlicht hat. Gary Lachman liefert als Nicht-Anthroposoph eine erfrischend unprätentiöse Darstellung und Auseinandersetzung mit der Person und dem Werk Rudolf Steiners, die sich an seinen originellen und originären Ideen orientiert. "Sie arbeitet Steiners Werdegang und dessen Auseinandersetzung mit den großen Motiven der Geistesgeschichte heraus, interessiert sich aber auch für seine menschliche Seite. Lachmans Einführung bildet so genau jene Brücke, auf die ein spirituell offenes Publikum der Gegenwart gewartet hat, um einen der großen geistigen Pioniere unserer Zeit neu zu entdecken." (Verlagstext).
Gary Lachmann, Die Rudolf Steiner Story
Ein neuer Blick auf Leben und Werk eines spirituellen Pioniers
Aus dem Amerikanischen von Richard Everett
Verlag: info3, 1. Auflage 2008, 260, ISBN10: 3-924-39140-9 / ISBN13: 978-3-924391-40-9
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Gary Lachmann, Die Rudolf Steiner Story
Ein neuer Blick auf Leben und Werk eines spirituellen Pioniers
Aus dem Amerikanischen von Richard Everett
Verlag: info3, 1. Auflage 2008, 260, ISBN10: 3-924-39140-9 / ISBN13: 978-3-924391-40-9
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Der Bund der Freien Waldorfschulen hat in einer Rundmail mitgeteilt, dass er mit einer Klage beim Stuttgarter Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen das neue "Schwarzbuch Waldorf" von Michael Grandt erwirkt hat. Das Buch darf bis auf weiteres nicht ausgeliefert werden.
Der Bund begründet den drastischen Schritt damit, dass Grandt falsche Tatsachenbehauptungen aufstellt, "in einem besonders gravierenden Fall die Behauptung, der Bund der Waldorfschulen verharmlose und rechtfertige körperliche Züchtigungen an Schülerinnen und Schülern". Da in einem direkten Gespräch mit dem Verlag offenbar keine Einigung gefunden werden konnte, entschloss sich der Bund, den juristischen Weg zu beschreiten.
Einen Kommentar zu diesem bemerkenswerten Vorgang finden Sie auf meinem privaten Blog
schachtelhalm.net (lesen)
Der Bund begründet den drastischen Schritt damit, dass Grandt falsche Tatsachenbehauptungen aufstellt, "in einem besonders gravierenden Fall die Behauptung, der Bund der Waldorfschulen verharmlose und rechtfertige körperliche Züchtigungen an Schülerinnen und Schülern". Da in einem direkten Gespräch mit dem Verlag offenbar keine Einigung gefunden werden konnte, entschloss sich der Bund, den juristischen Weg zu beschreiten.
Einen Kommentar zu diesem bemerkenswerten Vorgang finden Sie auf meinem privaten Blog
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„Denn nichts haben wir in der Sache, um die es geht, dringender nötig als Phantasie“
Die Sache, um die es in dem neuen Buch von Rüdiger Iwan geht, ist jene seit fast 90 Jahren erfolgreiche Schulform, die sich „Phantasie“ quasi als Markenzeichen reserviert hat: die Waldorfschule. Die Diagnose „Phantasiemangel“ ist wahrscheinlich das fundamentalste und radikalste Urteil, dem sich die Waldorfschule ausgesetzt sehen kann. Aber hier wütet keineswegs ein außenstehender Kritiker, der Waldorf ausrotten will, hier schreibt ein engagierter Waldorflehrer und die drastische Schärfe seiner Diagnose resultiert nicht aus ablehnender Distanz sondern aus verantwortungsvoller Liebe zum Gegenstand: zur pädagogischen Ursprungsidee der Waldorfschule!
Rüdiger Iwan formuliert in seinem Buch „Die neue Waldorfschule“ in sachlich und fachlich fundierter Kritik all jene Enttäuschungen und Vorbehalte gegen die Entwicklung bzw. Nicht-Entwicklung der Waldorfschulen, die in mir als ein Gebräu aus unreflektierter Schülererfahrung, dumpfen Ahnungen, philosophisch abstrakten Überlegungen und zersplitterten Einblicken und Informationen seit langem rumoren. Ich möchte dieses Buch und seinen Autor dafür umarmen! Es ist eine Wohltat, seinen sachlichen Darstellungen, seinen zielsicheren Analysen und seinen Ideenreichen Konzepten zu folgen. Ein Buch, das Mut macht, das auf Zukunft hoffen lässt, das Anthroposophie als Gegenwart erleben lässt, das mir Zuversicht gibt, nicht allein zu sein mit dem Drang, nicht nur Formen von Schule sondern Schule als Form in Frage zu stellen und nach modernen Konzepten zu suchen, die Strukturen ändern und nicht nur Etiketten, die neue Lebenswelten schaffen und nicht nur bildungsbürgerliche Schutznischen.
Denn die Kritik richtet sich nicht an die Idee der Waldorfschule, sondern an die konkrete Form, in der diese Idee zur eigenen Karrikatur erstarrt ist. Iwan geißelt das unreflektierte Tradieren von starren Formen, das hilflose sich Ausliefern unter den scheinbaren Druck staatlicher Vorgaben (Dauermenetekel „Abitur“) und den Dilettantismus und die Ignoranz bei der Reflexion von Strukturen, Prozessen und Methoden sowohl im pädagogischen, didaktischen als auch im administrativen Bereich. Dabei muss er nur selten moderne wissenschaftliche Erkenntnisse oder revolutionäre Ideale als Maßstab heranziehen, es genügt meist der Vergleich mit den Ausführungen und Anregungen Rudolf Steiners, mit denen dieser seine Ideen dem Gründungskollegium zu vermitteln versuchte – offenbar schon damals ohne großen Erfolg – um zu zeigen, wo die real existierende Waldorfpädagogik feststeckt.
Anhand von exemplarischen Kochlöffeln – eine anekdotische Metapher für die unreflektierte Pflege von inhaltsentleerten Formen – zeigt Rüdiger Iwan ganz konkret, wie die revolutionären Ideen Steiners in den Waldorfschulen den angestammten Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten einer preußisch-behördlichen Schul- und Lehrermentalität und der Ideenlosigkeit eines sich selbst reproduzierenden Erfolgsmodelles zum Opfer fallen: Monatsfeier als institutionalisierte Langeweile, Verbalbeurteilung als subjektivierte Buchstabenzensur, Hausaufgaben als Vernichtung von Qualitätsansprüchen, Epochenunterricht als Scheinalternative zum Stundenplan. Er entzaubert den Nimbus dieser Parade-Waldorf-Institutionen, indem er zeigt, dass sie nur als leblose Blaupausen einer einst lebendigen und auf Entwicklung angelegten Idee fortbestehen und dass sie teilweise geradezu kontraproduktiv das am Schüler orientierte Waldorf-Ideal negieren. Er entwickelt und beschreibt aber auch Alternativen und Lösungsmodelle, die oft überraschend kreativ die scheinbar festgefahrenen Kontroversen und Antinomien transzendieren. Und er tut dies nicht als theoretischer Utopist, sondern als Pädagoge in der konkreten Praxis der Schulwirklichkeit oder anhand von realen Modellprojekten, die weit ab von der Waldorfwirklichkeit pädagogische Zukunft erfinden.
Und so doziert Iwan im zweiten, „positiven“ Teil seines Buches keineswegs über methodische Theorien, er erörtert keine didaktischen Konzepte und er analysiert weder Feldstudien noch Statistiken. Er erzählt, was bereits an einzelnen Schulen, in einzelnen Projekten, in seiner eigenen Klasse und bei einzelnen Kollegen gemacht wird. Vom Portfolio, von bewegten Klassenzimmern, von Projektunterricht, von Schülern, die in der Pause freiwillig über den Unterrichtsinhalt diskutieren, von Lehrern, die ihre Rolle als Dozent gegen die des methodischen Beraters eintauschen. Von Drittklässlern die ihren Mitschülern aus der Zweiten die selbstgebauten Häuser „verkaufen“, von Arbeitgebern und Ausbildern, die gerne auf abstrakte Zensuren verzichten und ganz wild auf konkrete Leistungsvorlagen sind, von Personalchefs großer Unternehmen, die eine erweiterte Monatsfeier nutzen, um mit möglichen Azubis über deren Arbeitsproben zu sprechen. Die Berichte sind so lebendig und die neuen Methoden – deren Vielfalt hier nicht einmal ansatzweise mitgeteilt werden kann – leuchten dem Leser so unmittelbar ein, dass die erläuternden Worte des Autors im Grund überflüssig sind. Iwan breitet weniger systematisch als exemplarisch eine Collage aus Anregungen und Ideen für „Lernen in Freiheit“ und „Lernen aus dem Leben“ aus, die nur zu lesen auch für einen ehemaligen Waldorfschüler eine wahre Erlösung sind! Ihre lebenspraktische Wahrheit ist unmittelbar sichtbar wie die ästhetische Unanzweifelbarkeit eines Gemäldes von Marc Chagall oder einer Symphonie von Beethoven.
Denn im Grunde sind es – und das ist das vernichtendste Urteil für den status quo der Waldorf- und sonstigen Schulen – denn im Grunde sind es Binsenweisheiten, auf denen die Methoden beruhen: Selbstverantwortung, Eigenkontrolle, Veranschaulichung, Feedback, Reflexion, Phantasie, Teamarbeit, Gegenseitiges lehren und lernen, Realitätsbezug, Positive Verstärkung, Motivation und so weiter und so weiter. Es braucht nur Phantasie und pädagogische Fertigkeit, sie in Lernmodelle zu konkretisieren und Mut, sie gegen die eigenen und die gesellschaftlichen Gewohnheiten und Vorurteile auf allen Ebenen durchzusetzen.
Mein Loblied mag subjektiv sein wie es will und die „neue Waldorfschule“, die Iwan als Leitbild und Zukunftsziel entwirft, mag als Konzept im Detail überzeugen oder nicht – der Gewissensfrage, die er mit der Analyse der Defizite und dem Aufzeigen realer Möglichkeiten zu einem radikalen Methodenwandel stellt, kann sich niemand mehr entziehen. Und seine Aufarbeitung des status quo und der Geschichte der Waldorfschule ist ein Meilenstein inneranthroposophischer Reflexion und Kritik und in ihrer Sachlichkeit und Präzision in diesem Bereich einzigartig. Denn die Waldorfschule steht, wie Iwan präzise diagnostiziert, an dem Scheideweg, ob sie von der alternativen Schulform, die sie (noch) ist, zu dem werden will, was sie ursprünglich sein wollte: eine Alternative zur Schule! oder ob sie auch den letzten Rest an Originalität der Anbiederung an Sachzwänge und Phantasielosigkeit opfern und zur privaten Regelschule verkommen will.
Das Buch stellt damit die alles entscheidende Frage, ob „Waldorf“ nur noch eine sich an ihrer Umgebung abschleifende, historisch irgendwie entstandene und tradierte Form ist, oder ob die originäre Idee, in der diese Institution als Alternative zur Schule ihren Ursprung hat, noch lebt und in Gegenwart und Zukunft entwicklungsfähig ist. Und so wird an diesem Buch langfristig keiner vorbei kommen, der sich ernsthaft mit dem Thema Waldorf auseinandersetzen will. „Die neue Waldorfschule“ von Rüdiger Iwan ist Pflichtlektüre für Waldorfeltern ebenso wie für jeden einzelnen Waldorflehrer. Wie diese für sich selbst die Fragen beantworten, die das Buch stellt, entscheidet über die Zukunft der Waldorfschulen.
Rüdiger Iwan: Die neue Waldorfschule. Ein Erfolgsmodell wird renoviert
Rowohlt Verlag, Hamburg 2007
ISBN 9783498032289
(lesen)
Die Sache, um die es in dem neuen Buch von Rüdiger Iwan geht, ist jene seit fast 90 Jahren erfolgreiche Schulform, die sich „Phantasie“ quasi als Markenzeichen reserviert hat: die Waldorfschule. Die Diagnose „Phantasiemangel“ ist wahrscheinlich das fundamentalste und radikalste Urteil, dem sich die Waldorfschule ausgesetzt sehen kann. Aber hier wütet keineswegs ein außenstehender Kritiker, der Waldorf ausrotten will, hier schreibt ein engagierter Waldorflehrer und die drastische Schärfe seiner Diagnose resultiert nicht aus ablehnender Distanz sondern aus verantwortungsvoller Liebe zum Gegenstand: zur pädagogischen Ursprungsidee der Waldorfschule!
Rüdiger Iwan formuliert in seinem Buch „Die neue Waldorfschule“ in sachlich und fachlich fundierter Kritik all jene Enttäuschungen und Vorbehalte gegen die Entwicklung bzw. Nicht-Entwicklung der Waldorfschulen, die in mir als ein Gebräu aus unreflektierter Schülererfahrung, dumpfen Ahnungen, philosophisch abstrakten Überlegungen und zersplitterten Einblicken und Informationen seit langem rumoren. Ich möchte dieses Buch und seinen Autor dafür umarmen! Es ist eine Wohltat, seinen sachlichen Darstellungen, seinen zielsicheren Analysen und seinen Ideenreichen Konzepten zu folgen. Ein Buch, das Mut macht, das auf Zukunft hoffen lässt, das Anthroposophie als Gegenwart erleben lässt, das mir Zuversicht gibt, nicht allein zu sein mit dem Drang, nicht nur Formen von Schule sondern Schule als Form in Frage zu stellen und nach modernen Konzepten zu suchen, die Strukturen ändern und nicht nur Etiketten, die neue Lebenswelten schaffen und nicht nur bildungsbürgerliche Schutznischen.
Denn die Kritik richtet sich nicht an die Idee der Waldorfschule, sondern an die konkrete Form, in der diese Idee zur eigenen Karrikatur erstarrt ist. Iwan geißelt das unreflektierte Tradieren von starren Formen, das hilflose sich Ausliefern unter den scheinbaren Druck staatlicher Vorgaben (Dauermenetekel „Abitur“) und den Dilettantismus und die Ignoranz bei der Reflexion von Strukturen, Prozessen und Methoden sowohl im pädagogischen, didaktischen als auch im administrativen Bereich. Dabei muss er nur selten moderne wissenschaftliche Erkenntnisse oder revolutionäre Ideale als Maßstab heranziehen, es genügt meist der Vergleich mit den Ausführungen und Anregungen Rudolf Steiners, mit denen dieser seine Ideen dem Gründungskollegium zu vermitteln versuchte – offenbar schon damals ohne großen Erfolg – um zu zeigen, wo die real existierende Waldorfpädagogik feststeckt.
Anhand von exemplarischen Kochlöffeln – eine anekdotische Metapher für die unreflektierte Pflege von inhaltsentleerten Formen – zeigt Rüdiger Iwan ganz konkret, wie die revolutionären Ideen Steiners in den Waldorfschulen den angestammten Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten einer preußisch-behördlichen Schul- und Lehrermentalität und der Ideenlosigkeit eines sich selbst reproduzierenden Erfolgsmodelles zum Opfer fallen: Monatsfeier als institutionalisierte Langeweile, Verbalbeurteilung als subjektivierte Buchstabenzensur, Hausaufgaben als Vernichtung von Qualitätsansprüchen, Epochenunterricht als Scheinalternative zum Stundenplan. Er entzaubert den Nimbus dieser Parade-Waldorf-Institutionen, indem er zeigt, dass sie nur als leblose Blaupausen einer einst lebendigen und auf Entwicklung angelegten Idee fortbestehen und dass sie teilweise geradezu kontraproduktiv das am Schüler orientierte Waldorf-Ideal negieren. Er entwickelt und beschreibt aber auch Alternativen und Lösungsmodelle, die oft überraschend kreativ die scheinbar festgefahrenen Kontroversen und Antinomien transzendieren. Und er tut dies nicht als theoretischer Utopist, sondern als Pädagoge in der konkreten Praxis der Schulwirklichkeit oder anhand von realen Modellprojekten, die weit ab von der Waldorfwirklichkeit pädagogische Zukunft erfinden.
Und so doziert Iwan im zweiten, „positiven“ Teil seines Buches keineswegs über methodische Theorien, er erörtert keine didaktischen Konzepte und er analysiert weder Feldstudien noch Statistiken. Er erzählt, was bereits an einzelnen Schulen, in einzelnen Projekten, in seiner eigenen Klasse und bei einzelnen Kollegen gemacht wird. Vom Portfolio, von bewegten Klassenzimmern, von Projektunterricht, von Schülern, die in der Pause freiwillig über den Unterrichtsinhalt diskutieren, von Lehrern, die ihre Rolle als Dozent gegen die des methodischen Beraters eintauschen. Von Drittklässlern die ihren Mitschülern aus der Zweiten die selbstgebauten Häuser „verkaufen“, von Arbeitgebern und Ausbildern, die gerne auf abstrakte Zensuren verzichten und ganz wild auf konkrete Leistungsvorlagen sind, von Personalchefs großer Unternehmen, die eine erweiterte Monatsfeier nutzen, um mit möglichen Azubis über deren Arbeitsproben zu sprechen. Die Berichte sind so lebendig und die neuen Methoden – deren Vielfalt hier nicht einmal ansatzweise mitgeteilt werden kann – leuchten dem Leser so unmittelbar ein, dass die erläuternden Worte des Autors im Grund überflüssig sind. Iwan breitet weniger systematisch als exemplarisch eine Collage aus Anregungen und Ideen für „Lernen in Freiheit“ und „Lernen aus dem Leben“ aus, die nur zu lesen auch für einen ehemaligen Waldorfschüler eine wahre Erlösung sind! Ihre lebenspraktische Wahrheit ist unmittelbar sichtbar wie die ästhetische Unanzweifelbarkeit eines Gemäldes von Marc Chagall oder einer Symphonie von Beethoven.
Denn im Grunde sind es – und das ist das vernichtendste Urteil für den status quo der Waldorf- und sonstigen Schulen – denn im Grunde sind es Binsenweisheiten, auf denen die Methoden beruhen: Selbstverantwortung, Eigenkontrolle, Veranschaulichung, Feedback, Reflexion, Phantasie, Teamarbeit, Gegenseitiges lehren und lernen, Realitätsbezug, Positive Verstärkung, Motivation und so weiter und so weiter. Es braucht nur Phantasie und pädagogische Fertigkeit, sie in Lernmodelle zu konkretisieren und Mut, sie gegen die eigenen und die gesellschaftlichen Gewohnheiten und Vorurteile auf allen Ebenen durchzusetzen.
Mein Loblied mag subjektiv sein wie es will und die „neue Waldorfschule“, die Iwan als Leitbild und Zukunftsziel entwirft, mag als Konzept im Detail überzeugen oder nicht – der Gewissensfrage, die er mit der Analyse der Defizite und dem Aufzeigen realer Möglichkeiten zu einem radikalen Methodenwandel stellt, kann sich niemand mehr entziehen. Und seine Aufarbeitung des status quo und der Geschichte der Waldorfschule ist ein Meilenstein inneranthroposophischer Reflexion und Kritik und in ihrer Sachlichkeit und Präzision in diesem Bereich einzigartig. Denn die Waldorfschule steht, wie Iwan präzise diagnostiziert, an dem Scheideweg, ob sie von der alternativen Schulform, die sie (noch) ist, zu dem werden will, was sie ursprünglich sein wollte: eine Alternative zur Schule! oder ob sie auch den letzten Rest an Originalität der Anbiederung an Sachzwänge und Phantasielosigkeit opfern und zur privaten Regelschule verkommen will.
Das Buch stellt damit die alles entscheidende Frage, ob „Waldorf“ nur noch eine sich an ihrer Umgebung abschleifende, historisch irgendwie entstandene und tradierte Form ist, oder ob die originäre Idee, in der diese Institution als Alternative zur Schule ihren Ursprung hat, noch lebt und in Gegenwart und Zukunft entwicklungsfähig ist. Und so wird an diesem Buch langfristig keiner vorbei kommen, der sich ernsthaft mit dem Thema Waldorf auseinandersetzen will. „Die neue Waldorfschule“ von Rüdiger Iwan ist Pflichtlektüre für Waldorfeltern ebenso wie für jeden einzelnen Waldorflehrer. Wie diese für sich selbst die Fragen beantworten, die das Buch stellt, entscheidet über die Zukunft der Waldorfschulen.
Rüdiger Iwan: Die neue Waldorfschule. Ein Erfolgsmodell wird renoviert
Rowohlt Verlag, Hamburg 2007
ISBN 9783498032289
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Eine anthroposophische Stellungnahme und Erörterung
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
(lesen)
In den Büchern und Vorträgen von Rudolf Steiner, die mit ca. 89.000 veröffentlichten Seiten einen nahezu einzigartigen Umfang haben, finden sich an einigen Stellen rassistische und antisemitische Aussagen. Dies ist für den Freund und Kenner von Steiners Werk eine schmerzliche aber unumgängliche Erkenntnis.
Schmerzlich ist sie, weil sich in Steiners Werk eine Fülle an Gedanken und Ideen findet, die auf Freiheit, Mitmenschlichkeit und Individualismus zielen und zu einer spirituellen Aufklärung aufrufen, die das Geistige als alle Menschen verbindendes Prinzip betrachtet, und weil es diese Ideen sind, die auch heute noch die Anthroposophie in weitesten Teilen als kulturelle Strömung maßgeblich prägen. Unumgänglich ist die Erkenntnis aber, weil diese Stellen nicht zu übersehen sind und weil ihr rassistischer Gehalt teilweise in extremem Gegensatz zu jenem freiheitlichen Gedankengut stehen, so dass selbst gute Kenner des Werkes Schwierigkeiten haben, sie zu erklären.
Jeder Anthroposoph, der Steiners Werk nicht als unanfechtbare Offenbarung mumifizieren sonder als Inspiration für eine zeitgemäße spirituelle Kultur fruchtbar machen will, muss auf diese Stellen deuten können und sie als Irrtum und Entgleisungen identifizieren. Nicht um Steiner pauschal zu verurteilen, sondern weil der Respekt vor ihm es erfordert, diese Entgleisungen sachlich einzuordnen, statt zu versuchen, sie zu leugnen, sie schönzureden oder sie mit den waghalsigsten Spitzfindigkeiten zu relativieren oder gar zu humanistischem Gedankengut zu erklären. Denn nur so kann vermieden werden, dass sich von diesen Stellen ein giftiger Vorbehalt auf das gesamte Werk Steiners ausbreitet, der jeden noch so unschuldigen Gedanken unter Verdacht geraten lässt, einer rassistischen Ideologie vorgeschaltet zu sein.
Dazu ist es aber unumgänglich, den systematischen Zusammenhang der rassistischen Passagen mit den anthroposophischen Kernideen zu erörtern. Denn auch wenn diese Passagen zu den Randbereichen des Werkes Rudolf Steiners zählen, so haben sie dennoch eine stringente Anbindung an seinen Kern. Und weil sie auch heute noch immer unkritisch und unreflektiert als Teil der Anthroposophie hingenommen und teilweise sogar gelehrt werden, zieht die anthroposophische Bewegung ein ganzes Spektrum an zweifelhaften Gestalten und Positionen mit sich, deren Gedankengut von naivem kulturchauvinistischem Eurozentrismus bis zu offensiv rassisstischen und antisemitischen Verschwörungstheorien reicht.
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Entsprechend wenig aussagekräftig und nur von exemplarischem Wert sind demnach auch die drei Steiner-Werke, die zwischen anderen esoterischen Werken weitestgehend undokumentiert präsentiert werden. Bemerkenswert ist allenfalls, dass Steiner überhaupt auf einer bedeutenden nichtanthroposophischen Veranstaltung in einem neutralen Kontext gezeigt wird. Leider ist bei aller Freude an den vertrauten Formen das künstlerische Werk Steiners nach meinem Dafürhalten nicht derjenige Teil seiner Arbeit, in dem sein Potential zu einem bedeutenden kulturellen Beitrag wirklich zur Entfaltung kommt. Es bleibt zu hoffen, dass sein Werk auch auf jenen Gebieten irgendwann den Weg in den etablierten Kontext unseres Kulturlebens findet.
Die miserable Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen. Sie wurden mit dem Telefon hergestellt. Da nicht jeder es kennt der Hinweis, dass das Goetheanum auf dem dritten Bild als Modell rechts unten zu sehen ist. Das große Bild an der Wand zeigt etwas anderes (evtl. den Entwurf des dritten Goetheanums im Ätherischen...?)
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Der Autor, Musiker und Filmemacher Rüdiger Sünner aus Berlin über seinen neuen Film "Abenteuer Anthroposophie":
DVD "Abenteuer Anthroposophie" von Rüdiger Sünner online bestellen:
» Info3 Shop
» absolut Medien
» Päd. Forschungsstelle beim BdfW
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Viele kennen die Waldorfschulen, aber nur wenige wissen etwas über das Leben und Werk von Rudolf Steiner (1861-1925), der sie 1919 gegründet hat.
Wie sah das Denken dieses Mannes aus, der in den letzten hundert Jahren massgebliche Impulse für Pädagogik, Landwirtschaft, Medizin, Wirtschaft, Naturwissenschaft, Kunst und Architektur gegeben hat?
Was ist Anthroposophie und wie wirkt sie heute in die Welt hinaus?
Wir besuchen wichtige Stationen aus Steiners Biographie (Niederösterreich, Wien, Weimar, das Goetheanum in Dornach), Waldorfschulen in Deutschland und Afrika sowie die anthroposophisch orientierte Sekem-Farm in Ägypten.
Anhänger und Kritiker von Rudolf Steiner kommen zu Wort. Ein ausführliches Porträt des vielseitigsten und vielleicht umstrittensten spirituellen Denkers des 20. Jahrhunderts.
DVD "Abenteuer Anthroposophie" von Rüdiger Sünner online bestellen:
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» Päd. Forschungsstelle beim BdfW
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Ich hatte hier ursprünglich einen Beitrag zitiert, der in der OpenSphere zur Veröffentlichung eingetragen wurde und in dem ein Leser mich nach Informationen zur Affinität Rudolf Steiners zu Eschenbachs Parzival fragte. Ich hatte diesen Beitrag kommentiert, weil er prototypisch war für eine Vielzahl von Anfragen, die ich meist per E-Mail bekomme und in denen ich völlig pauschal und allgemein um Informationen zu Rudolf Steiner, zur Waldorfpädagogik oder zu anderen anthroposophischen Themen gebeten werde. Meist sind es Studenten oder Schüler, die eine Arbeit oder ein Referat vorbereiten über ein Thema, von dem sie offenbar so wenig Ahnung haben, dass sie noch nicht einmal in der Lage sind, sinnvolle Fragen zu stellen. Einem Schüler will ich das ja noch nachsehen, aber wie kann man so studieren? Der eingangs erwähnte Autor kannte noch nicht einmal die korrekte Schreibweise von Steiners Vornamen.
Der Autor war nun über meinen Kommentar nicht wirklich erfreut. Dies tat er in zwei weiteren öffentlichen OpenSphere-Enträgen kund, die ich auch sofort frei gab. Allerdings habe ich sie zu Kommentaren zu diesem Eintrag gemacht, damit sie für den Leser im thematischen Zusammenhang zu lesen waren. Kurz darauf ereilte mich eine E-Mail des Autors, in der er mir mit seinem Rechtsanwalt und einer Klage drohte, wenn ich seine Einträge, die ich angeblich gegen seinen Willen veröffentlicht hätte, nicht sofort löschen würde. Außerdem bezichtigte er mich der Beleidigung und Verleumdung, ohne hierzu aber konkrete Angaben zu machen.
Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, warum man Beiträge in ein öffentliches Forum stellt, wenn man ihre Veröffentlichung nicht wünscht, sind Menschen, die beim ersten Missverständnis sofort mit Anwalt und Gericht drohen, genau jene Art von Gesprächspartner, auf die ich mittlerweile gerne verzichte. Deshalb habe ich die Beiträge auch umgehend gelöscht, wenngleich ich nicht sicher bin, ob ich dazu überhaupt verpflichtet bin. Nicht nur weil ich durch das Posten vom Autor doch irgend eine Art von Nutzungsrecht erhalten haben muss, sondern auch weil ich überhaupt nicht weiß, ob derjenige, der die Mail geschrieben hat auch derjenige ist, der gepostet hatte. Falls da jemand fachlichen Rat hat, freue ich mich über jede Information. Ich würde dem geneigten Leser ja gerne die einzelnen Inhalte im Original dokumentieren, aber das kann ich nicht, weil ich sie ja löschen musste.
Nun, das war nun nicht dasjenige Erlebnis, von dem ich ursprünglich hier berichten wollte, aber es ist gleichwohl ein typisches Webmaster-Erlebnis. Um Verständnis muss ich bitten, dass die Kommentare zu diesem Beitrag nun natürlich etwas unzusammenhängend erscheinen, weil sie sich auf einen ganz anderen Text beziehen.
(lesen)
Der Autor war nun über meinen Kommentar nicht wirklich erfreut. Dies tat er in zwei weiteren öffentlichen OpenSphere-Enträgen kund, die ich auch sofort frei gab. Allerdings habe ich sie zu Kommentaren zu diesem Eintrag gemacht, damit sie für den Leser im thematischen Zusammenhang zu lesen waren. Kurz darauf ereilte mich eine E-Mail des Autors, in der er mir mit seinem Rechtsanwalt und einer Klage drohte, wenn ich seine Einträge, die ich angeblich gegen seinen Willen veröffentlicht hätte, nicht sofort löschen würde. Außerdem bezichtigte er mich der Beleidigung und Verleumdung, ohne hierzu aber konkrete Angaben zu machen.
Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, warum man Beiträge in ein öffentliches Forum stellt, wenn man ihre Veröffentlichung nicht wünscht, sind Menschen, die beim ersten Missverständnis sofort mit Anwalt und Gericht drohen, genau jene Art von Gesprächspartner, auf die ich mittlerweile gerne verzichte. Deshalb habe ich die Beiträge auch umgehend gelöscht, wenngleich ich nicht sicher bin, ob ich dazu überhaupt verpflichtet bin. Nicht nur weil ich durch das Posten vom Autor doch irgend eine Art von Nutzungsrecht erhalten haben muss, sondern auch weil ich überhaupt nicht weiß, ob derjenige, der die Mail geschrieben hat auch derjenige ist, der gepostet hatte. Falls da jemand fachlichen Rat hat, freue ich mich über jede Information. Ich würde dem geneigten Leser ja gerne die einzelnen Inhalte im Original dokumentieren, aber das kann ich nicht, weil ich sie ja löschen musste.
Nun, das war nun nicht dasjenige Erlebnis, von dem ich ursprünglich hier berichten wollte, aber es ist gleichwohl ein typisches Webmaster-Erlebnis. Um Verständnis muss ich bitten, dass die Kommentare zu diesem Beitrag nun natürlich etwas unzusammenhängend erscheinen, weil sie sich auf einen ganz anderen Text beziehen.
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Philosophie der Freiheit und Anthroposophie
Dies ist ein User-Eintrag in OpenSphere! (Was ist OpenSphere?)
Saturday, August 18. 2007, 03:24 PM
Die Philosophie der Freiheit wird gemeinhin als Steiners Hauptwerk angesehen. Sie ist eine philosophisch-erkenntnistheoretische Grundlegung seiner Anthroposophie, an der er zeitlebens festgehalten hat.
Ein kurzer Auszug aus meinem neuen Buch "Am Anfang war die Unterscheidung" soll einige der Kernideen der Philosophie der Freiheit aufzeigen.
Ein kurzer Auszug aus meinem neuen Buch "Am Anfang war die Unterscheidung" soll einige der Kernideen der Philosophie der Freiheit aufzeigen.
Rudolf Steiner stellt in seiner Philosophie der Freiheit die Frage: "Ist der Mensch in seinem Denken und Handeln ein geistig freies Wesen oder steht er unter dem Zwange einer rein naturgesetzlichen ehernen Notwendigkeit?" Diese Form der Fragestellung ist originell, insbesondere deswegen, weil Steiner nicht nur nach Freiheit im Handeln sondern auch nach Freiheit im Denken fragt! Damit weist er aber auch bereits auf die Beantwortung der Frage hin. Für Steiner ist Freiheit davon abhängig, in welchem Maße der Bezug des Handelnden zu seinen Gründen und Motiven ein ideeller und erkennender ist.
Damit macht Steiner die Erkenntnis zur Bedingung von Freiheit und stellt sie damit nicht nur ins Zentrum der theoretischen, sondern auch der praktischen Philosophie. Steiners Philosophie der Freiheit, wie auch sein übriges philosophisches Werk, ist daher in weiten Teilen Erkenntnistheorie. Dort, wo sich in anderen philosophischen Systemen dann die praktische Philosophie anschließt, setzt Steiner seine Überlegungen mit etwas fort, was ich als Erkenntnispraxis bezeichne: eine Betrachtung oder Lehre, die nicht das rechte Handeln erörtert, sondern das rechte Erkennen. Es ist gleichsam eine Anleitung zur praktischen Intensivierung und Optimierung der eigenen Erkenntnisfunktionen, um sich den ideellen Gehalt seiner Handlungsmotive bewusst machen zu können und somit Freiheit zu vergrößern. Steiner gibt nicht Anleitung zum Handeln in Form einer Ethik, er gibt Anleitung zur Freiheit in Form von Erkenntnisschulung. Mit etwas weniger Pathos würde ich diese Form der Ethik, die eigentlich keine ist, als "spirituelle Aufklärung" bezeichnen.
Im Grunde gibt Steiner keine Antwort auf die Frage, ob der Mensch frei sei, sondern er definiert den Begriff der Freiheit als ein Handeln, dessen Motivation als rein ideeller Inhalt der Erkenntnis vollständig zugänglich ist. In einem solchen Handeln sieht er das höchste Maß menschlicher Sittlichkeit verwirklicht und ersetzt überraschend aber folgerichtig ethische Theorien und moralische Imperative durch erkenntnispraktische Übung. Damit begibt sich Steiner weit über die Philosophie hinaus auf das dünne Eis esoterisch-mystischer Lehren. Originell ist daran, dass er diese Lehren an ein philosophisch-erkenntnistheoretisches Fundament bindet. Dieses hat er zeitlebens und auch noch aus den abgelegensten Winkeln seiner Geistigen Welten heraus als notwendige Bedingung vorausgesetzt.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Steinerschen Erkenntnistheorie ist die in dem bereits zitieren Satz "das Subjekt lebt von des Denkens Gnaden" formulierte Erkenntnis. Mit ihr stellt Steiner das Denken vor das Subjekt. Dies hat zwei Konsequenzen: Zum Einen wird dadurch das Ich bzw. das Subjekt zum Produkt eines - notwendig nicht subjektiven - Denkens gemacht und nicht das Denken zum Produkt des Ich. Dies entspricht im Grunde dem Ergebnis, zu dem auch Luhmann kommt, wenn er den Beobachter erst aus dem Beobachten emergieren lässt. Zum Anderen wird damit die Zuständigkeit des Denkens für objektive Erkenntnis festgestellt, da erst durch Denken überhaupt Objektivität gesetzt wird. Letzteres ist eines der wesentlichen Argumente für den ontologischen Monismus und in letzter Konsequenz bereits ein konstruktivistischer Ansatz. Wenngleich Steiner kein explizit konstruktivistisches Konzept vorlegt, so hält er doch Wahrheit und Wirklichkeit für ein Produkt der Erkenntnis und sieht in der Wahrnehmung keine Abspiegelung der Wirklichkeit, sondern nur gleichsam eine der beiden Zutaten, aus denen das erkennende Denken die Wirklichkeit erst erschafft ("Das Resultat dieser Untersuchungen ist, dass die Wahrheit nicht, wie man gewöhnlich annimmt, die ideelle Abspiegelung von irgendeinem Realen ist, sondern ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das überhaupt nirgends existierte, wenn wir es nicht selbst hervorbrächten. Die Aufgabe der Erkenntnis ist nicht: etwas schon anderwärts Vorhandenes in begrifflicher Form zu wiederholen, sondern die: ein ganz neues Gebiet zu schaffen, das mit der sinnenfällig gegebenen Welt zusammen erst die volle Wirklichkeit ergibt."). Dies lässt eine konstruktivistische Deutung seiner Theorie durchaus legitim erscheinen. Und es zeigt sich dies auf einer anderen Ebene auch dadurch, dass die Möglichkeit, das Denken als Akt zu beobachten, direkt in jene postulierte Erweiterung der Erkenntnis führt, mit der Steiner seine "geistige Welt" als höhere Wirklichkeit begründet, deren Charakter er stets als unmittelbar abhängig von dem Individuum bezeichnet, das sie erforscht.
Der Anspruch, den Steiner an die Entwicklungsfähigkeit der Erkenntnis stellt, geht dabei aber weit über eine bloße Optimierung kognitiver Leistungen oder eine Minimierung der Fallibilität des Denkens hinaus. Keine quantitative Optimierung und Entwicklung ist gemeint, sondern eine qualitative. Steiner sieht das Bewusstsein in der Lage, sich durch das Fokussieren auf seine eigene Tätigkeit statt auf sinnliche oder begriffliche Inhalte, seiner eigenen Bedingungen und Mechanismen in einer Weise bewusst zu werden, die es erlaubt, das Entstehen dessen, was wir als Wirklichkeit und Wahrheit für unabhängig von uns und für unverrückbar halten, in seiner Gebundenheit an unsere eigene Erkenntnistätigkeit zu erleben. Damit behauptet Steiner nichts anderes, als dass dasjenige, was ich unter Rückgriff auf Luhmann als das Erzeugen von Wirklichkeit - unserer eigenen und derjenigen der Welt - durch Unterscheidungen und Beobachtungen diskursiv erörtert habe, als realer Bewusstseinsakt individuell und konkret realisierbar ist. Die Erfahrungserkenntnis und das Subjekt konstituierenden Unterscheidungen bzw. Beobachtungen sind nach Steiner also nicht bloß spekulativ erschließbare Bedingungen einer im Paradigma der Systemtheorie beschriebenen Welt, sondern können unmittelbar als Erlebnis zugänglich werden. Damit verfügt das Ich aber auch über Wahrheit und Wirklichkeit und enthebt diese ihrer Absolutheit. Das Ich wird zum Schöpfer seiner eigenen individuellen Wirklichkeit, indem es die Mechanismen des Zustandekommens seiner Erkenntnis, seines Wahrnehmens und Denkens, sowie darin auch seiner selbst, konkret erfasst.
Nach Steiner zielt jede Form spiritueller Bewusstseinserweiterung und meditativer Erfahrung auf diese Verfügbarmachung der eigenen Wirklichkeitsbedingungen ab und letztlich auf die vollständige Dekonstruktion aller beobachteten und beobachtenden Systeme, um sich im Absoluten wiederzufinden und von da aus sich und die Welt bedingungslos und frei neu zu erschaffen.
Ob man diesen Vorgang als Erleuchtung oder als Psychose bezeichnet, ist letztlich im Rahmen des hier dargestellten konstruktivistisch-monistischen erkenntnistheoretischen Ansatzes gleichgültig. Beide kennzeichnet eine radikale Auflösung der gewöhnlichen Wirklichkeitsbedingungen, wenngleich in der Psychose das Subjekt diesem Vorgang nicht souverän gegenüber steht, sondern ihm passiv ausgeliefert ist. Steiners Beispiel zeigt, dass mit dieser Erkenntnispraxis, wo sie souverän und aktiv betrieben wird, erstaunliche individuelle Welten möglich werden, deren Ausleben sich keineswegs auf Theorie und Phantasie beschränken, sondern in erheblichem Maße kreativ auf die Alltagspraxis wirken können. Was die Konsequenzen für das individuelle Erleben sind, bleibt aber letztlich - wie alles Erleben - ein nur schwer explizierbares und kommunizierbares Geheimnis und lässt sich wohl nur durch den eigenen Versuch der Bewusstseinserweiterung erfahren.
Damit macht Steiner die Erkenntnis zur Bedingung von Freiheit und stellt sie damit nicht nur ins Zentrum der theoretischen, sondern auch der praktischen Philosophie. Steiners Philosophie der Freiheit, wie auch sein übriges philosophisches Werk, ist daher in weiten Teilen Erkenntnistheorie. Dort, wo sich in anderen philosophischen Systemen dann die praktische Philosophie anschließt, setzt Steiner seine Überlegungen mit etwas fort, was ich als Erkenntnispraxis bezeichne: eine Betrachtung oder Lehre, die nicht das rechte Handeln erörtert, sondern das rechte Erkennen. Es ist gleichsam eine Anleitung zur praktischen Intensivierung und Optimierung der eigenen Erkenntnisfunktionen, um sich den ideellen Gehalt seiner Handlungsmotive bewusst machen zu können und somit Freiheit zu vergrößern. Steiner gibt nicht Anleitung zum Handeln in Form einer Ethik, er gibt Anleitung zur Freiheit in Form von Erkenntnisschulung. Mit etwas weniger Pathos würde ich diese Form der Ethik, die eigentlich keine ist, als "spirituelle Aufklärung" bezeichnen.
Im Grunde gibt Steiner keine Antwort auf die Frage, ob der Mensch frei sei, sondern er definiert den Begriff der Freiheit als ein Handeln, dessen Motivation als rein ideeller Inhalt der Erkenntnis vollständig zugänglich ist. In einem solchen Handeln sieht er das höchste Maß menschlicher Sittlichkeit verwirklicht und ersetzt überraschend aber folgerichtig ethische Theorien und moralische Imperative durch erkenntnispraktische Übung. Damit begibt sich Steiner weit über die Philosophie hinaus auf das dünne Eis esoterisch-mystischer Lehren. Originell ist daran, dass er diese Lehren an ein philosophisch-erkenntnistheoretisches Fundament bindet. Dieses hat er zeitlebens und auch noch aus den abgelegensten Winkeln seiner Geistigen Welten heraus als notwendige Bedingung vorausgesetzt.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Steinerschen Erkenntnistheorie ist die in dem bereits zitieren Satz "das Subjekt lebt von des Denkens Gnaden" formulierte Erkenntnis. Mit ihr stellt Steiner das Denken vor das Subjekt. Dies hat zwei Konsequenzen: Zum Einen wird dadurch das Ich bzw. das Subjekt zum Produkt eines - notwendig nicht subjektiven - Denkens gemacht und nicht das Denken zum Produkt des Ich. Dies entspricht im Grunde dem Ergebnis, zu dem auch Luhmann kommt, wenn er den Beobachter erst aus dem Beobachten emergieren lässt. Zum Anderen wird damit die Zuständigkeit des Denkens für objektive Erkenntnis festgestellt, da erst durch Denken überhaupt Objektivität gesetzt wird. Letzteres ist eines der wesentlichen Argumente für den ontologischen Monismus und in letzter Konsequenz bereits ein konstruktivistischer Ansatz. Wenngleich Steiner kein explizit konstruktivistisches Konzept vorlegt, so hält er doch Wahrheit und Wirklichkeit für ein Produkt der Erkenntnis und sieht in der Wahrnehmung keine Abspiegelung der Wirklichkeit, sondern nur gleichsam eine der beiden Zutaten, aus denen das erkennende Denken die Wirklichkeit erst erschafft ("Das Resultat dieser Untersuchungen ist, dass die Wahrheit nicht, wie man gewöhnlich annimmt, die ideelle Abspiegelung von irgendeinem Realen ist, sondern ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das überhaupt nirgends existierte, wenn wir es nicht selbst hervorbrächten. Die Aufgabe der Erkenntnis ist nicht: etwas schon anderwärts Vorhandenes in begrifflicher Form zu wiederholen, sondern die: ein ganz neues Gebiet zu schaffen, das mit der sinnenfällig gegebenen Welt zusammen erst die volle Wirklichkeit ergibt."). Dies lässt eine konstruktivistische Deutung seiner Theorie durchaus legitim erscheinen. Und es zeigt sich dies auf einer anderen Ebene auch dadurch, dass die Möglichkeit, das Denken als Akt zu beobachten, direkt in jene postulierte Erweiterung der Erkenntnis führt, mit der Steiner seine "geistige Welt" als höhere Wirklichkeit begründet, deren Charakter er stets als unmittelbar abhängig von dem Individuum bezeichnet, das sie erforscht.
Der Anspruch, den Steiner an die Entwicklungsfähigkeit der Erkenntnis stellt, geht dabei aber weit über eine bloße Optimierung kognitiver Leistungen oder eine Minimierung der Fallibilität des Denkens hinaus. Keine quantitative Optimierung und Entwicklung ist gemeint, sondern eine qualitative. Steiner sieht das Bewusstsein in der Lage, sich durch das Fokussieren auf seine eigene Tätigkeit statt auf sinnliche oder begriffliche Inhalte, seiner eigenen Bedingungen und Mechanismen in einer Weise bewusst zu werden, die es erlaubt, das Entstehen dessen, was wir als Wirklichkeit und Wahrheit für unabhängig von uns und für unverrückbar halten, in seiner Gebundenheit an unsere eigene Erkenntnistätigkeit zu erleben. Damit behauptet Steiner nichts anderes, als dass dasjenige, was ich unter Rückgriff auf Luhmann als das Erzeugen von Wirklichkeit - unserer eigenen und derjenigen der Welt - durch Unterscheidungen und Beobachtungen diskursiv erörtert habe, als realer Bewusstseinsakt individuell und konkret realisierbar ist. Die Erfahrungserkenntnis und das Subjekt konstituierenden Unterscheidungen bzw. Beobachtungen sind nach Steiner also nicht bloß spekulativ erschließbare Bedingungen einer im Paradigma der Systemtheorie beschriebenen Welt, sondern können unmittelbar als Erlebnis zugänglich werden. Damit verfügt das Ich aber auch über Wahrheit und Wirklichkeit und enthebt diese ihrer Absolutheit. Das Ich wird zum Schöpfer seiner eigenen individuellen Wirklichkeit, indem es die Mechanismen des Zustandekommens seiner Erkenntnis, seines Wahrnehmens und Denkens, sowie darin auch seiner selbst, konkret erfasst.
Nach Steiner zielt jede Form spiritueller Bewusstseinserweiterung und meditativer Erfahrung auf diese Verfügbarmachung der eigenen Wirklichkeitsbedingungen ab und letztlich auf die vollständige Dekonstruktion aller beobachteten und beobachtenden Systeme, um sich im Absoluten wiederzufinden und von da aus sich und die Welt bedingungslos und frei neu zu erschaffen.
Ob man diesen Vorgang als Erleuchtung oder als Psychose bezeichnet, ist letztlich im Rahmen des hier dargestellten konstruktivistisch-monistischen erkenntnistheoretischen Ansatzes gleichgültig. Beide kennzeichnet eine radikale Auflösung der gewöhnlichen Wirklichkeitsbedingungen, wenngleich in der Psychose das Subjekt diesem Vorgang nicht souverän gegenüber steht, sondern ihm passiv ausgeliefert ist. Steiners Beispiel zeigt, dass mit dieser Erkenntnispraxis, wo sie souverän und aktiv betrieben wird, erstaunliche individuelle Welten möglich werden, deren Ausleben sich keineswegs auf Theorie und Phantasie beschränken, sondern in erheblichem Maße kreativ auf die Alltagspraxis wirken können. Was die Konsequenzen für das individuelle Erleben sind, bleibt aber letztlich - wie alles Erleben - ein nur schwer explizierbares und kommunizierbares Geheimnis und lässt sich wohl nur durch den eigenen Versuch der Bewusstseinserweiterung erfahren.
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...aus meinem demnächst erscheinenden Buch "Am Anfang war die Unterscheidung"...
Oh, wie aufregend. Ich gehe davon aus, nein, ich erwarte, dass der "moralischen Phantasie" Steiners ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
Es geht um die Frage, was Freiheit bei Steiner eigentlich ist.
Im ersten Absatz ist Freiheit "davon abhängig, in welchem Maße der Bezug des Handelnden zu seinen Gründen und Motiven ein ideeller und erkennender ist." Im zweiten Absatz ist die Rede vom "ideellen Gehalt seiner (des Menschen) Handlungsmotive", dessen Bewusstmachung die Freiheit vergrößern könne. Dann im dritten Absatz erscheinen die Handlungsmotive als rein ideeller Inhalt, welcher "der Erkenntnis vollständig zugänglich" sei.
Sind nun des Menschen Handlungsmotive nur in bestimmtem Maße oder gänzlich ideellen Gehalts?
Keineswegs wird Steiners moralischer Phantasie ein ganzes Kapitel gewidmet. Das ist ja mein Buch und nicht das von Steiner!
> Sind nun des Menschen
> Handlungsmotive nur in
> bestimmtem Maße oder gänzlich
> ideellen Gehalts?
Das hängt vom Menschen und der jeweiligen Handlung ab. Oder genauer: das hängt davon ab, ob sie nur in bestimmtem Masse oder gänzlich ideellen Gehalts sind. Das ist ja gerdade der springende Punkt bei Steiners Freiheits-Begriff.
>Ein kurzer Auszug aus meinem demnächst erscheinenden Buch ...
Was heißt demnächst?
es ist erschienen und kann im info 3 verlag geordert werden;-)
herzlich
barbara
Frei ist also eine Handlung, die ideell motiviert ist, unfrei dagegen ist die ideologielose Handlung. Stimmt das in etwa?
Wenn ja, was ist dann konkret mit ideell gemeint? Nach den Steiner'schen Idealen?
Nach meiner Auffassung des steinerschen Gedankenguts bedeutet "ideell" von innen heraus, aus sich selbst heraus bzw. bewusst gesteuert und nicht instinktiv oder reaktiv.
Das Gegenteil wäre eine Handlung oder ein Denken, das durch etwas Äußeres agestoßen ist und unbewusst oder unreflektiert einfach passiert wie z.B. Wut, Ärger, Rache oder Lachen/Freude, Neid - wie der Stein, der von außen ins Rollen kommt.
...aus meinem demnächst erscheinenden Buch "Am Anfang war die Unterscheidung"...
Oh, wie aufregend. Ich gehe davon aus, nein, ich erwarte, dass der "moralischen Phantasie" Steiners ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
Oh, wie aufregend. Ich gehe davon aus, nein, ich erwarte, dass der "moralischen Phantasie" Steiners ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
Es geht um die Frage, was Freiheit bei Steiner eigentlich ist.
Im ersten Absatz ist Freiheit "davon abhängig, in welchem Maße der Bezug des Handelnden zu seinen Gründen und Motiven ein ideeller und erkennender ist." Im zweiten Absatz ist die Rede vom "ideellen Gehalt seiner (des Menschen) Handlungsmotive", dessen Bewusstmachung die Freiheit vergrößern könne. Dann im dritten Absatz erscheinen die Handlungsmotive als rein ideeller Inhalt, welcher "der Erkenntnis vollständig zugänglich" sei.
Sind nun des Menschen Handlungsmotive nur in bestimmtem Maße oder gänzlich ideellen Gehalts?
Im ersten Absatz ist Freiheit "davon abhängig, in welchem Maße der Bezug des Handelnden zu seinen Gründen und Motiven ein ideeller und erkennender ist." Im zweiten Absatz ist die Rede vom "ideellen Gehalt seiner (des Menschen) Handlungsmotive", dessen Bewusstmachung die Freiheit vergrößern könne. Dann im dritten Absatz erscheinen die Handlungsmotive als rein ideeller Inhalt, welcher "der Erkenntnis vollständig zugänglich" sei.
Sind nun des Menschen Handlungsmotive nur in bestimmtem Maße oder gänzlich ideellen Gehalts?
Keineswegs wird Steiners moralischer Phantasie ein ganzes Kapitel gewidmet. Das ist ja mein Buch und nicht das von Steiner!
> Sind nun des Menschen
> Handlungsmotive nur in
> bestimmtem Maße oder gänzlich
> ideellen Gehalts?
Das hängt vom Menschen und der jeweiligen Handlung ab. Oder genauer: das hängt davon ab, ob sie nur in bestimmtem Masse oder gänzlich ideellen Gehalts sind. Das ist ja gerdade der springende Punkt bei Steiners Freiheits-Begriff.
> Handlungsmotive nur in
> bestimmtem Maße oder gänzlich
> ideellen Gehalts?
Das hängt vom Menschen und der jeweiligen Handlung ab. Oder genauer: das hängt davon ab, ob sie nur in bestimmtem Masse oder gänzlich ideellen Gehalts sind. Das ist ja gerdade der springende Punkt bei Steiners Freiheits-Begriff.
>Ein kurzer Auszug aus meinem demnächst erscheinenden Buch ...
Was heißt demnächst?
Was heißt demnächst?
es ist erschienen und kann im info 3 verlag geordert werden;-)
herzlich
barbara
herzlich
barbara
Frei ist also eine Handlung, die ideell motiviert ist, unfrei dagegen ist die ideologielose Handlung. Stimmt das in etwa?
Wenn ja, was ist dann konkret mit ideell gemeint? Nach den Steiner'schen Idealen?
Wenn ja, was ist dann konkret mit ideell gemeint? Nach den Steiner'schen Idealen?
Nach meiner Auffassung des steinerschen Gedankenguts bedeutet "ideell" von innen heraus, aus sich selbst heraus bzw. bewusst gesteuert und nicht instinktiv oder reaktiv.
Das Gegenteil wäre eine Handlung oder ein Denken, das durch etwas Äußeres agestoßen ist und unbewusst oder unreflektiert einfach passiert wie z.B. Wut, Ärger, Rache oder Lachen/Freude, Neid - wie der Stein, der von außen ins Rollen kommt.
Das Gegenteil wäre eine Handlung oder ein Denken, das durch etwas Äußeres agestoßen ist und unbewusst oder unreflektiert einfach passiert wie z.B. Wut, Ärger, Rache oder Lachen/Freude, Neid - wie der Stein, der von außen ins Rollen kommt.
Steiner hat gesagt...
Impfung wird keinem Menschen schaden, welcher nach der Impfung im späteren Leben eine spirituelle Erziehung erhält.
Community
By the way...
Eine persönliche Empfehlung für die weitere Reise im Internet:
» Die Bahn kommt - mit Rudolf Steiner
die wahrscheinlich albernste Initiative zum Thema Eisenbahn
» Die Bahn kommt - mit Rudolf Steiner
die wahrscheinlich albernste Initiative zum Thema Eisenbahn


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